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Das Ding da, das muss schleunigst weg!

29. Mai 2017
Vegane Sonnencreme

Ich komme aus einer Generation, in der die Haut recht stiefmütterlich behandelt wurde. Wer was auf sich hielt, der rollte sich mindestens dreimal die Woche unter eine mit Bazillen bestückte Sonnenbank, um eine „gesunde“ Hautfarbe zu erschaffen und noch viel wichtiger: zu erhalten.

Sonnengegerbt fühlte man sich wohl in der Gesellschaft, es war ein bisschen angeberisch, so als könnte man sich das ganze Jahr Urlaub erlauben. Heute kenne ich niemanden mehr, der sich in ein Sonnenstudio traut.

In meiner Kindheit kümmerte sich keiner so recht um Sonnenschutz, im Gegenteil, wir rieben uns literweise mit Tiroler Nussöl ein. Es hatte einen fiesen, süßlichen Duft, wer erinnert sich daran?

Wenn ich es heute manchmal irgendwo entdecke, dann schnuppere ich an der Flasche und liege in Gedanken prompt wieder an einem wilden Strand in Sri Lanka. Dort, wo ich mir als Teenager die Rückseite der Beine dermaßen verkokelt habe, dass ein Arzt antanzen musste.

Eingeschlafen war ich. Für ein paar Stunden. Die Sonne und das Tiroler Nussöl brannten sich bis in meine Knochen hinein. So schlimm war es dann aber wohl doch nicht, denn ein paar Tage später hatte ich schon die nächste Flasche am Start, das wichtigste war ja, hübsch gebräunt nach Hause zu kommen. Denn nur dann war der Urlaub ein Erfolg.

Immer schön vor der Sonne schützen

Vor ein paar Jahren erkrankten zwei meiner Freundinnen an Hautkrebs. Bei der einen wurde es früh genug erkannt, bei der anderen auch, doch musste diese einige fiese Behandlungen ertragen. Das rüttelte mich wach. Ich wusste, dass ich mit meiner Haut nie klug umgegangen war, zumindest nicht, was die Sonnenbestrahlung anging. Ich machte dann endlich mal einen Termin bei einer Hautärztin. Mir war irre mulmig zumute.

Natürlich hatte ich große Sorge, dass sie etwas findet. So war es dann auch. Sie zeigte mir am Ende mehrere klitzekleine Flecken, die ich niemals als Feind angesehen hätte. Da trug ich ganz andere Kaliber am Körper, von denen ich mir sicher war, dass die nichts Gutes bedeuteten.

Sie sagte: „Das Ding hier, das muss schleunigst weg. Das machen wir jetzt, ich mache den OP klar.“ Am Ende wurden mir drei unspektakuläre Flecken an der Rückseite der Beine entfernt, dort, wo ich mich früher so arg verbrannt hatte.  Von denen waren zwei wirklich grenzwertig, was ich nach ein paar Tagen später erfuhr. Ich solle mindestens einmal im Jahr zur Untersuchung wiederkommen, sagte die Hautärztin. Und mich vor der Sonne hüten.

Die Sonne ist aggressiver geworden. Während ich früher stundenlang ohne Sonnenschutz im Stadtpark lag, nicht mal eine zarte Rötung bekam, verbrenne ich jetzt schon nach fünf Minuten erbarmungslos in der Sonne. Meine Kinder werden von mir stets mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt, ich selbst nutze grundsätzlich 50. Schon ein paar Jahre. Auch im Winter. Die Haut ist unser größtes Organ und muss beschützt werden. Natürlich ist nicht nur die Sonne ein Übeltäter, das ist mir bewusst. Da spielen natürlich auch Umwelteinflüsse eine große Rolle.

Klug wählen und diszipliniert bei der Sache sein

Ich achte immer auf Qualität. Dafür zahle ich auch gern ein paar Euro mehr. Meine allerliebste Sonnencreme ist die von Organic Pharmacy, die nutze ich seit Jahren und gerade habe ich mir die von Aesop gekauft. (wobei mir gerade eine Leserin geschrieben hat, dass Aesop leider doch nicht so frei von Mist sein soll, schade!) Beide sind vegan. Lichtschutzfaktor 50 kann manchmal wirklich unangenehm sein. Diese beiden sind aber zum Glück nicht so dickflüssig und zäh wie andere Sonnencremes. Sie machen auch kein leichenblasses Gesicht. Das nur am Rande, falls es jemanden interessiert.

Was ich sagen möchte: Es ist so wichtig, regelmäßig zum Hautarzt zu gehen, und sich im Alltag um einen gesunden Sonnenschutz zu kümmern. Click To Tweet

Wann war der letzte Hautarzttermin? Seid nicht schludrig mit dem Eincremen. Macht es gewissenhaft. Achtet darauf, dass ihr es alle 2-3 Stunden wiederholt. Natürlich braucht ihr das nicht zu tun, wenn ihr sieben Stunden am Stück im Büro sitzt, das ist klar. Aber schaut, dass ihr den Sonnenschutz immer im Hinterkopf habt. Ich habe immer eine Sonnencreme in meiner Tasche. Immer. Think about!

#sunisshiningweatherissweet

Madhavi

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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