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Die Kraft der Gedanken

8. September 2014
Kraft der Gedanken

Neulich hörte ich eine kleine inspirierende Geschichte: Ein alter Massai-Krieger saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „Weißt Du, im Leben ist es oft so, als ob zwei Löwen im Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“ – „Welcher der beiden gewinnt den Kampf?“, fragte das Kind. „Der Löwe, den man füttert“, antwortete der Alte.

Die Kraft der Gedanken ist unermesslich. Füttert man den Gedanken, der einen mürrisch und wütend macht, bestimmt dieser den lieben langen Tag. Und der wird mit Sicherheit wenig heiter. Man ist gefangen in seinem Gedanken-Gerüst, auweia, das kennt doch jeder, nicht?

Doch was kann man tun? Nur noch zärtliche Gedanken haben? Na, das funktioniert ja auch nicht. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass man immer die Wahl hat, welchen Gedanken man Aufmerksamkeit schenken möchte. Gedanken ziehen Schleifen, vermehren sich blitzschnell wie Kopfläuse und können uns dienen oder vernichten.

Letztendlich ist es ratsam, das Augenmerk auf den Gedanken zu legen, der erhebend ist. Das heißt nicht, dass man miese Laune nicht miese Laune sein lässt, man beachtet sie nur weniger. Schult den Geist in Achtsamkeit. Holt sich selbst aus der bitteren Trübsinnigkeit wieder heraus. Alles was man denkt, kreiert eine wellenförmige Schwingung, die eine Auswirkung auf den Geist, den Körper und das Umfeld hat. Ach was, auf das ganze Universum! Besonders der Körper hört haarklein zu – und reagiert sofort. Das Beobachten und Hinterfragen der Gedanken (Nützt der Gedanke mir und der Welt jetzt etwas? Entspricht er der Wahrheit? Wie kann ich ihn jetzt in diesem Moment ersetzen? ) ist keine leichte Angelegenheit. Ist aber sehr spannend. Durch Gedanken schafft man seine eigene Realität. Und wer möchte nicht Herr(in) seiner Gedanken sein?

Übung: Wenn du das nächste Mal einen Gedanken hast, der deinen Körper eng, den Atem flach werden lässt – dich aggressiv oder wütend macht, setze dich erst einmal ruhig hin und atme. Erde deine Füße. Lege deine Hände auf deine Oberschenkel, schließe einen Moment die Augen und beobachte, was in deinem Körper passiert. Lasse deinen Atem gleichmäßig werden und beginne deine Gedanken zu sortieren: Stimmt es wirklich, was ich denke? Woher kommt dieser Gedanke? Was kann ich aus dieser Situation, die diesen Gedanken hervorgerufen hat, lernen? Was kann diesen Gedanken in diesem Moment wieder entknoten?

Probiere es mal. Wie gesagt, es geht nicht darum, negative Gefühle zu unterdrücken. Alles darf sein. Doch du entscheidest, welchen Gedanken du eine Plattform bietest!. Und das jeden Tag aufs Neue. Also: Löwengebrüll statt Gänsegeschnatter!

 

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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