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Die Welt in Aufregung: Augen auf, oder Augen zu?

6. Oktober 2014
Aufregend

Kommt es mir nur so vor, oder herrscht momentan in der Welt mehr Aufruhr als sonst? Isis, Ebola, Ukraine Krise, Bürgerkrieg in Syrien (um nur einige Ereignisse zu nennen) – so viel Mord, Krankheit und Aufregung. Habe ich nur all die Jahre meine Augen verschlossen, während ich auf der Yogamatte, im Schulterstand, versuchte zu atmen? Was passiert das draußen eigentlich?  Ich lese seit geraumer Zeit jeden Morgen die Zeitung und frage mich, ob ich es nicht einfach lassen soll.

Was nun, Augen auf, oder Augen zu?

Wenn ich das nur wüsste. Leider kann ich es mir nicht verkneifen, Ereignissen, die mich fassungslos machen, stundenlang, ach was, nächtelang, auf den Grund zu gehen. Weil ich verstehen möchte. Und verstehen tue ich nichts. Keinen Hauch.

Ich schaue mir Videos an, die ich mir niemals anschauen sollte, google Menschen, denen als nächstes der Kopf, ähm, entfernt werden soll und treffe auf Bilder, die mich nicht mehr schlafen lassen. Es ist alles so komplex und manchmal frage ich mich auch, ob es der Realität entspricht. Passiert das alles wirklich? Ist die Welt wirklich so barbarisch (abgesehen von unserer Historie)? Mein Mann sagt: „Schau es dir einfach nicht an.“ Mein Coach sagt: „Finger weg von Bad News“ Ich werde hier keineswegs politisch werden. Ich bin nur leicht verzweifelt. Wen interessiert denn ein Artikel über, sagen wir mal, Grünkohl, wenn das draußen die Hölle tobt?

Jedoch habe ich mich entschlossen, mich ein wenig frei zu machen. Die ersten Seiten meiner Zeitung vielleicht zu ignorieren und schnurstracks auf das Kultur Programm zuzusteuern. Denn es nützt sicher niemanden, wenn ich meine Energie und Gedanken in etwas stecke, dass ich weder ändern noch lösen werde. Jemand sagte zu mir: „Je weniger du dich mit den schrecklichen Tagesthemen beschäftigst, desto weniger Kraft bekommen sie.“  Deshalb blinzle ich jetzt durch die Welt, gebe meinen Beitrag zum Frieden, soweit ich kann……und bete, dass das Leben für all die Menschen, die so viel Leid erfahren müssen, bald wieder erträglicher wird….

 

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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