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Lifestyle

Drei Dinge, die bei keinem Yogi im Bad fehlen sollten

6. April 2016
Zungenreiniger

Morgens, wenn ich noch gar nicht richtig geradeaus schauen kann, tapse ich ins Badezimmer, putze mit meinem flotten Zungenreiniger meine, Achtung, eklig!, belegte Zunge, bis sie blitzblank ist, um dann den anderen Dreck, der sich in der Nacht im Mundraum angesammelt hat, mit Kokosöl zu killen. Dafür muss das Kokosöl allerdings schön flüssig sein, weshalb ich es gern nahe der Heizung stehen habe. Mit dem Öl im Mund gehe ich dann duschen, denn das Mundziehen dauert ungefähr 10-20 Minuten.

Danach werden die Zähne geputzt, und zu guter Letzt dann die Nase mit meiner Nasenspülung gereinigt. Ich bin kein bescheidenes Veilchen, ich kaufe immer das beste Kokosöl, die besten Hilfsmittel, um innerlich und äußerlich in Schuss zu bleiben. Dieses Ritual ist seit vielen Jahren mit mir gewachsen. Ich könnte ohne gar nicht mehr leben. Außerdem finde ich, dass diese Reinigung am Morgen jeder, der sich annähernd mit Yoga beschäftigt, machen sollte (ach was, eigentlich jeder Mensch!). Saucha, die Reinheit, ist das 1. Niyama  der Yogasutren von Patanjali und sollte sehr wohl beachtet werden. Wer jetzt laut stöhnt, weil die Prozedur morgens zu aufwendig ist, dem möchte ich sofort entgegenwerfen, dass es sich lohnt. Warum? Schaut hier: 

Zungenreiniger

Der Zungenreiniger etabliert sich leider im Westen noch ein wenig schleppend, aber immer mehr Menschen fangen an, ihn zu benutzen. Er ist ein unerlässliches Element der Mundhygiene. Bakterien, die sich auf der Zunge sammeln, können zu lästigen Krankheiten und Mundgeruch führen. Die Zunge ist für das Ausscheiden von Giften in unserem Körper verantwortlich und sollte täglich, vor dem Essen und Trinken, ordentlich (aber ohne zu starkem Druck) geputzt werden.

Öl

Kennt ihr den Ausdruck „Jede Krankheit beginnt im Mund“? Da ist wirklich etwas dran. Ölziehen kommt aus dem Ayurveda, der Schwesternwissenschaft vom Yoga. Dafür nimmt man einen Esslöffel hochwertiges Öl wie Sesam- oder Kokosöl in den Mund, bewegt es für 10-20 Minuten (je länger desto besser) im Mund herum, und zieht es durch die Zähne. Auf keinen Fall darf das Öl heruntergeschluckt werden. Vorher muss die Zunge gereinigt und nach dem Ausspucken die Zähne geputzt werden. Durch das „Ziehen“ werden schwer erreichbare Stellen im Mundraum gereinigt und vom Öl aufgenommen. Man bekommt dadurch nicht nur strahlend weiße Zähne, nein, das Öl bündelt auch alle unerwünschten Giftstoffe im Körper, die sich dann beim Ausspucken ins Niemandsland verabschieden.

Nasenkännchen

Das Nasenspülen ist eine Wunderwaffe in der Winterzeit. Aber nicht nur das, sie hilft auch bei starker Pollenbelastung, Schnarchen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Allergien. Täglich angewandt befreit man die Nasenschleimhaut von Staub und Krankheitserregern. Wer Pranayama übt, der wird das Nasenkännchen nicht mehr missen wollen. Ich rühre immer einen viertel Teelöffel Salz in lauwarmes Wasser und gieße diese Salzlauge dann durch ein Nasenloch, neige dabei meinen Kopf ein wenig zur Seite, damit das Wasser auf der anderen Seite wieder ausfliessen kann. Gern noch mal nachschnäuzen und auf der anderen Seite wiederholen.

Die drei „Reinigungsmittel“ sind gar nicht teuer, man bekommt sie in jedem Yoga Shop, oder in der Apotheke. Der pinke Zungenreiniger ist von Dr. Tungs.

Ich habe hier auch über meine spirituelle Morgenroutine geschrieben und hier über sechs Schritte, die den Morgen positiv verändern. Oh, wenn wir schon mal dabei sind, gibt es hier noch ein paar Gründe, warum man morgens unbedingt Yoga praktizieren sollte.

Und wie haltet ihr das so morgens?

xxx Madhavi

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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