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Lifestyle

Ein Einblick in meine spirituelle Morgenroutine

3. Januar 2016
Morgenroutine

In letzter Zeit erreichen mich Anfragen, ob ich nicht mal genauer über meine spirituelle Morgenroutine berichten könne. Wird gemacht! Ich finde eine kluge und nährende Morgenroutine unentbehrlich, darüber habe ich auch letztes Jahr schon berichtet. Morgens legt man das Fundament für den ganzen Tag. Egal, ob der Tag stressig, vollgepackt oder man ihn einfach nur ganz flink überspringen möchte: mit einem klaren Ablauf am Morgen ist man gewappnet für die Stürme des Alltags. So geht es jedenfalls mir.

Da ich zwei Schulkinder habe, fängt der Tag bei mir schon ziemlich früh an. Mein Sadhana (spirituelle Praxis) erledige ich, lang bevor der Wecker meiner Kinder klingelt.

Reinigungsübungen

5.15 Uhr aufstehen. Ich gehe ins Bad und reinige meine Nase mit meinem Neti Kännchen, das löst Verschleimungen, stimuliert die Nasenschleimhaut und unterstützt sie bei ihrer Abwehrfunktion. Außerdem funktionieren die Atemübungen, die ich später machen werde, dann viel besser.

Danach putze ich sanft meine Zunge mit meinem Zungenschaber, ich möchte doch nicht, dass all die Gifte, die in  der Nacht auf meiner Zunge eine Fete veranstaltet haben, beim Frühstück wieder in meinem System landen. Nein!

Erst dann mache ich eine Mundspülung mit einem Esslöffel Kokosöl. Das habe ich meistens nahe der Heizung stehen, damit es flüssig bleibt. Für die Mundspülung nehme ich mir 20 Minuten Zeit, gehe währenddessen duschen. Auch beim Öl ziehen werden unliebsame Gifte aus dem Mundraum befreit. Man sollte vorher auch nichts trinken. Nach der Spülung putze ich meine Zähne. Die ganze Prozedur im Bad dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Jetzt bin ich bereit für mein Pranayama, die Atemübungen. Ich habe das Glück, einen sehr stillen Raum zu besitzen, den ich für meine spirituelle Praxis nutze. Ich öffne mein Fenster, egal wie kalt es ist, und lege mir zur Not eine Decke über die Schultern. Ich praktiziere 10 Runden Kapalabhati  und 20 Runden Anuloma Viloma. Beide Atemübungen pusten mir den Kopf frei, harmonisieren die Energien in meinem Körper und machen wach.

Meditation

Nach der letzten Runde Anuloma Viloma bleibe ich ruhig sitzen, und tauche in meine Meditationspraxis hinein. Ich sitze für mindestens 20 Minuten in Stille, mit dem betörenden Duft von Palo Santo, stelle mir vorher noch meinen Yoga Timer.

Inspirierende Worte

Weihnachten 2001 bekam ich das Buch Worte ewiger Harmonie von Ramakrishna mit einer hübschen Widmung von meiner damaligen Yogalehrerin geschenkt. Seitdem lese ich täglich häppchenweise darin, es ist ganz klein und ein wahrer Schatz. Gerade nach der Meditationspraxis tut es gut, etwas Erhebendes zu lesen, es wirkt einfach stärker.

Frühstück

Zum Frühstück gibt es Matcha Tee und gern ein Porridge, Reis mit Gomasio oder eine Misosuppe. Dabei höre ich sehr gern ein Podcast. Nach dem Essen schreibe ich meine To-do-Listen. Meine Kinder frühstücken immer in der Schule.

Wenn ich meine Kinder zur Schule gebracht habe, arbeite ich ein paar Stunden, fahre dann für eine 90-minütige Yogaklasse ins Yogastudio und arbeite danach einfach weiter. Komme ich nicht dazu, zu einer Yogastunde zu gehen, mache ich meine Asanas schon früh, direkt nach meiner Meditationspraxis.

Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Oft höre ich „Ich schaffe es morgens nicht, früher aufzustehen.“ Ich kann dir versichern, dass es sich lohnt. Es ist reine Übungssache. Überwinde deinen inneren Schweinehund. Ich liebe es, wenn es noch so still ist, dunkel. Das ist eine besondere Zeit.

Schreibe dir deine Morgenroutine einmal auf und überprüfe, wo du eine halbe Stunde für deine spirituelle Praxis einbauen kannst. Du wirst dich viel klarer und frischer fühlen, wenn du schon morgens mit dir ein Date gehabt hast. Glaube mir!

x Madhavi

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