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Interviews

Interview: Rania von Westphalen

28. Januar 2014

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Als ich Rania von Westphalen vor sehr vielen Jahren das erste Mal begegnete, war sie Trainerin in der Kaifu-Lodge und eine der angenehmsten Menschen dort. Ich war sehr beeindruckt von ihrem durchtrainierten Bauch, haha, daran kann ich mich ziemlich gut erinnern…. Ich weiß gar nicht mehr,  wie wir Freunde wurden, aber ganz genau warum: Sie ist warmherzig, lustig und vor allem KLUG.

Kaerlighed: Du bist Mutter, Yogalehrerin und Halbinderin. Ist Yoga schon immer ein Thema für Dich gewesen?

Rania: Ja, eigentlich schon. Meine Mutter hat bereits Ende der 70er regelmäßig Yoga geübt, meistens  zuhause im Wohnzimmer auf einer Wolldecke. Ich war damals vier, fünf Jahre alt und habe mich dann einfach dazu gekuschelt und bin eingeschlafen… Sie war damals auch oft in Berlin in einer verrückten Hippi-Yoga-Szene unterwegs. Dabei ist meine Mutter der deutsche Teil meiner Eltern!

Wie war deine erste Begegnung mit Yoga?

Lange nach der Wolldecke habe ich dann mit 16 in der Schanze in Hamburg einen – Achtung: Jugend-Tantra-Yoga-Kurs belegt. Ein Mädel aus meiner Clique hatte uns damals dazu überredet. Ich habe ihn nach einer Stunde abgebrochen…

Ein paar Monate später habe ich zusammen mit meiner Mutter meine Schwester in Indien besucht, die in einem Ashram lebte. Dort habe ich dann am Alltag der Gruppe teilgenommen und so Yoga von einer sehr schönen weil puristischen Seite kennen gelernt. Zum Glück!

Wie lässt du es in deinen Alltag einfließen?

Die Asanas sind durch meine Arbeit natürlich ohnehin immer im Alltag präsent. Aber Yoga ist ja mehr als nur die Übungen. Ich versuche, mich im „Jetzt sein“ zu üben und auch in ganz profanen Dingen Schönes zu sehen und sie zu genießen. Man sollte versuchen, jeden Tag ein paar Situationen mit Haut und Haaren aufzunehmen, ohne Telefon in der Hand oder Gedanken an die Einkaufsliste. Das kann der Espresso nach dem ersten Kurs oder die kurze Fahrradfahrt durch das kalte, verschneite Hamburg genau so sein wie zehn ruhige Minuten in der unverhofft leeren Wohnung. Auch das ist Yoga.

Welchen Yogastil unterrichtest du und warum?

Für mich selbst ausprobiert habe ich viele verschiedene Arten. Als Lehrerin hängt mein Herz aber besonders am Vinyasa-Flow-Yoga, weil ich hier sehr frei und kreativ mit Themen arbeiten darf. Zum anderen weil man durch die bewegte Stunde Atmung und Asana vereint. So kann sich ein gut geführter Flow in eine aktive Meditation verwandeln, durch die wir uns selber näher kommen.

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Wie hältst du dich sonst noch in deiner Mitte?

An jeder Hand ein Kind, das hält die Balance und erdet gleichzeitig ganz gut.

Was fällt dir zum Thema Detoxen ein? Ist ja mittlerweile ein ziemlich häufig angewandtes Wort…..

Ein zur Zeit ziemlich strapazierter Begriff… Aber nichtsdestotrotz ein wichtiges Thema, denn die Ernährung hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Da tut es eben gut, hin und wieder einen Entgiftungstag, ein Wochenende oder eine ganze Woche einzulegen. Mal so richtig die Leber streicheln, die Nieren pämpern, Lunge, Darm und das Immunsystem stärken. Durch Ernährung und Flow zum inneren Glow! (Sorry, fiel mir gerade so ein.) Frische Säfte und Smoothies, Grüne saftige Kräuter. Lecker wärmende Suppen. Alles so natürlich wie möglich und selbstgemacht. Danke, Mutter Erde!

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Dein Lieblingsgetränk?

Ganz ehrlich: heißes Wasser. Nummer 2: Espresso. Täglich: grüne Smoothies. Und ab und an einen Gin Tonic (natürlich mit Gurke und viel frischer Minze).

Du gibst Personal Yoga Training. Was gefällt dir daran? 

Der schnelle Erfolg, den man bei seinen Kunden sieht, ist schon sehr befriedigend.

Hast du einen Leitsatz, der dich an kraftlosen Tagen stützt?

Still sitzen, nichts tun – der Frühling kommt, das Gras wächst von alleine!

Merci, Rania!

Rania bietet dieses Wochenende einen dreitägigen Detox-Workshop an. Bei Interesse bitte eine Mail yogahamburg@gmx.net

P.S. Rania gehört zu den wenigen Menschen, die keine Webseite besitzen. Aber per Mail ist sie gut zu erreichen ♥

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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