Kau Meditation
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Kau Meditation // Nahrung achtsam kauen

Als ich damals mit der Makrobiotik anfing, fand ich es sehr befremdlich, dass die Makrobioten um mich herum still wie die Nacht an ihrem Tisch saßen, und ihr Essen penetrant kauten. Ich schlang ständig mein Essen herunter, denn ich hatte es nicht anders gelernt. Außerdem war ich rebellisch und wollte keinesfalls so fad werden wie die anderen.

Nach kurzer Zeit nervte es mich aber sehr, immer diejenige zu sein, die zuerst fertig war. Also probierte ich das, was mein makrobiotischer Lehrer René Levy immer mit erhobenen Zeigefinger predigte: „Kaut euer Essen vernünftig. Jeden Bissen 70-100 Mal.“

Oh, das war nicht einfach. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Mit Erfolg. Ich war schneller satt und die Mahlzeit hielt viel länger vor. Aber: Einen Bissen 40-60 Mal zu kauen, reicht auch vollkommen aus!

Warum ist es besser, das Essen gründlich zu kauen?

An dem Spruch „Gut gekaut ist halb verdaut“ ist eine Menge dran, denn Verdauung beginnt bereits im Mund. Wenn das Essen im Mund tüchtig gekaut und mit Speichel vermischt wird, müssen Magen und Darm nicht mehr so eine harte Arbeit leisten. Im Magen und Darm haben wir ja keine Zähne. Schlingen wir aber unser Essen in der Eile immer nur herunter, ohne gut zu kauen, entstehen Probleme wie chronische Blähungen oder Durchfall.

Aus schlecht gekauter Nahrung kann nur spärlich Energie und Nährstoffe gewonnen werden. Wenn wir uns beim Essen Zeit lassen, kann das Gehirn, in dem das Hungergefühl entsteht, das Essen mit verarbeiten und Bescheid geben, wenn wir wirklich satt sind.

Generell essen wir viel zu hastig. Je mehr wir uns für unser Essen Zeit nehmen, desto entspannter sind wir im Alltag.

Probiert es mal aus, nehmt es als eine Meditationsübung, ihr werdet sehen, dass ihr viel weniger zum Essen braucht! Hand drauf!

Hier gibt es noch ein schönes Video zu diesem Thema: SOAMI Mindful Eating

xxx Madhavi

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