Kristalle
Column

Madhavi & das Leben // Auseinandergelebt

Ich habe es getan. Es war mir doch schon so lange klar. Ich war mir nur nicht so sicher, wie ich es anstellen soll. Ist ja auch nicht so leicht, wenn man das ganze Leben miteinander verbracht hat. Es gab elendige Machtkämpfe. Tränen. Vorwürfe. So konnte es keinesfalls weitergehen.

Ich habe mich getrennt!

Manchmal ist es sinnvoll weiterzuziehen. Wachstum kann ganz schön bitter sein. Ab und zu auch unfassbar kompliziert. Doch mutige Krieger wagen Veränderung. Wir konnten keine Freunde bleiben, nein. Ich habe eine glasklare Grenze gezogen. Auf Nimmerwiedersehen. Oder besser gesagt Adieu!

Die Rede ist von meinem “rebellious, manipulating Mind“. Das ist die Stimme in mir, die mich immer wieder verführen möchte, mich nur mit den Sahnebonbons des Lebens zu befassen. So geht das natürlich nicht!

Ich hatte euch ja schon bereits in meinen Magic Goals für Juli erzählt, dass ich zum Beispiel tierische Schwierigkeiten damit habe, Briefe zu öffnen, und mich mit dem Inhalt zu befassen. Der Stimme in mir fällt nämlich ständig irgendein Grund ein, warum ich mich gerade jetzt wichtigen Angelegenheiten lieber nicht widmen sollte. Sie manipuliert mich. Erzählt mir, morgen wäre doch auch noch ein hübscher Tag. Jetzt erst einmal gemütlich auf die Couch und so.

Nein, mit mir nicht mehr!

Viel zu lange habe ich diesen Gedanken nachgegeben. War ja auch bequem. Auch wenn ich ein ziemlich disziplinierter Mensch bin, es gibt Sachen, die kann ich nicht leiden. Die bleiben unbeachtet liegen. Das ist ziemlich dämlich. Sie kleben dann wie Patex im Hinterköpfchen fest, vermiesen mir den Tag, bis ich sie endlich anrühre.

Mein “rebellious, manipulating Mind” (auf Englisch klingt es viel hübscher) wurde nun von mir überlistet. Kommt eine lästige Aufgabe, stelle ich mir einfach vor, man würde mich auf ein veganes Spaghettieis einladen. Ich bin voller Tatendrang und lasse mich nicht von mir selbst ablenken. Es gibt keinen Machtkampf mehr, bei dem mein „rebellious, manipulating Mind“ gewinnt. Ich musste ein bisschen üben, das mit den Gedanken sortieren und dranbleiben. War aber extrem stolz, als es die ersten Male tatsächlich klappte.

Es ist hin und wieder recht zäh, es gibt Angelegenheiten, die möchte ich einfach umgehen. Fühle mich aber so stark, entspannt und frei, wenn ich es bewerkstelligt habe. Dann habe ich nämlich wirklich den Kopf frei für alles andere.

Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich morgens meine ganzen Listen schreibe und den Tag klug plane (wobei ich trotzdem sehr spontan bin). Ich mich mit meinem Geld auseinandersetze, mir täglich einen Überblick über meine Ausgaben verschaffe:

Ich möchte mich FREI fühlen.

Das kann ich nur, wenn ich mir alles anschaue. Nichts auslasse. Es gibt mir Freiheit, einen Überblick zu haben. Auch, wenn es nicht immer rosig aussieht. Doch „nicht beachten“ schafft Anspannung. Unzufriedenheit. Und steht meinem wahren Glück im Weg. Punkt.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen fabelhaften Start in die Woche!

P.S. Ich habe übrigens eine neue Playlist für euch zusammengestellt. Viel Spaß damit!

#staytrue

Madhavi

 

 

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