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Column

Madhavi & das Leben // Warum ich mir selbst die allerbeste Freundin bin

8. Dezember 2017
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Ich bin unheimlich gern mit mir zusammen. Mit mir wird es nie langweilig. Ich kann meine Macken mit Humor ertragen. Wenn ich mir etwas vornehme, dann ziehe ich es durch, egal, welche Steine mir in den Weg gelegt werden. Ich bin schnell. Ich fackel nicht lang. Während manche noch fünfmal um den Baum tanzen und das Orakel befragen, bin ich schon am Ziel angekommen. Mein Vater fiel eines Morgens mit 41 Jahren einfach tot um, ich habe gelernt, dass man Träume nicht aufschieben darf.

Im Laufe der Jahre bin ich mir die allerbeste Freundin geworden. Ich beschenke mich regelmäßig, zum Beispiel mit Blumen oder einem guten Workshop. Ich achte auf meinen Körper. Wenn man etwas gern hat, muss man es pflegen. Dazu gehört auch gute Ernährung, erhebende Gedanken und natürlich Zeit für die spirituelle Praxis. Das bin ich mir wert.

Ich kenne meine Geschichte, meine Mission und muss mich nicht vor mir selbst erklären. Ich weiß, wann es heikel mit mir wird, und ich mich am besten komplett in Ruhe lasse. Ich kann mich unheimlich gut trösten oder wenn ich mal wieder in Selbstmitleid versinke, in den Hintern treten.

Ich genieße es, mit mir Zeit zu verbringen. Ganz ungestört.

Am allerliebsten reise ich allein. Ich gehe auch allein ins Kino. Oder ins Restaurant. Ich empfinde mich nicht als kautzig, wenn ich das tue, ich genieße einfach meine Gesellschaft. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht auch gern mit anderen oder meiner Familie Zeit verbringe. Doch wähle ich sehr genau aus, mit wem ich mich umgebe. Am Spruch, man ist die Summe der fünf Menschen, die einen umgeben, ist Wahres dran. Ich kann sehr gut auf mich aufpassen und entscheiden, was gut und was eher Gift für mich ist. Ich mag mein Tempo und meine ganzen Ideen und liebe es, mich auszudrücken. Ohne nach Erlaubnis zu hecheln.

Ich glaube an mich. Jeder Schritt, den ich gehe, ist wohl überlegt. Was nicht bedeutet, dass es nicht auch Fehlschläge gibt. Ich bin immer bereit, auf die Nase zu fallen, weil ich weiß, dass es wichtig ist, etwas zu wagen. Auch, wenn es mal nach hinten losgeht. Ich kann meine Begeisterungsfähigkeit, sehr ausgeprägte Intuition, Leichtigkeit, Disziplin und Lebenslust gut leiden, weil ich weiß, dass es ein harter Weg dahin war.

Auf mich kann ich zählen. Ich rede nicht schlecht über mich, kann aber sehr wohl konstruktive Kritik üben und bin immer bereit, mich zu ändern.

Ich bin mir selbst die allerbeste Freundin.

#loveyourselfmore

Madhavi

© Maria Schiffer

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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