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Column

Madhavi & das Leben // Was 2016 für mich funktioniert hat

10. Januar 2017
Madhavi Guemoes

Am Anfang des Jahres schreibe ich mir immer auf, was im Vorjahr für mich gepasst hat. Woran ich noch arbeiten muss und natürlich auch, was gar nicht ging. Es ist sehr interessant, so akribisch auf ein Jahr zu schauen, denn das meiste hat man ja eigentlich schon nach ein paar Atemzügen vergessen. Ich schreibe da jetzt kein ellenlanges Buch, es sind eher ein paar Absätze. Eine kleine Bestandsaufnahme. 2016 war für mich, streicht man mal das Elend und den Terror in der Welt weg, ein höchst inspirierendes und lehrreiches Jahr.

Hier ein kleiner Ausschnitt von meiner Bestandsaufnahme

Spiritualität

Meine tägliche Meditation hat mir Halt gegeben. Wenn ich verzweifelt von den Weltgeschehnissen oder meinem eigenen Leben war, durcheinander oder einfach nur Stille brauchte, war Meditation für mich ein rettender Anker. Sie hat mir Kraft gespendet, mich bei Entscheidungen unterstützt und mir Last genommen. Ohne Meditation hätte ich 2016 wahrscheinlich nicht mal meinen Namen geradeaus schreiben können, so wild war es. Frühes Aufstehen war für mich der Schlüssel, morgens schon den Geist liebevoll bezwingen, indem man sich sehr zeitig aus den Federn pult und meditiert. Auch die inspirierenden Podcasts von Tara BrachBob Thurman und Jack Kornfield waren meine stetigen Begleiter. Ich bin jede Woche 3-4 Mal zum Yoga gefahren, ansonsten habe ich daheim geübt. Wenn man so viel am Schreibtisch sitzt, ist es wichtig, den Körper zu biegen und sich eine Auszeit auf der Matte zu gönnen, um wieder einen klaren Kopf und gute Gedanken zu bekommen.

Familie

Kurz vor meinem 40. Geburtstag bekam ich einen richtigen Rappel. Das ist so ein Klischee, das sich prächtig bei mir breit gemacht hatte. Nachdem ich ein Jahrzehnt Kinder großgezogen hatte, mit einem fantastischen Mann an meiner Seite, kam mir trotzdem der trübe Gedanke: „War es das jetzt?“. Ich begab mich auf Reisen, war 2016 ständig unterwegs, viel geschäftlich, aber auch, um zu schauen, wer ich eigentlich noch mal bin, so ohne Familie. Die Erkenntnis: Ich bin unendlich dankbar und froh, meine Familie haben zu dürfen, die mich einfach so nimmt wie ich bin – und möchte kein anderes Leben. Ach ja, zwei Katzen sind noch dazugekommen, eine unheimliche Bereicherung. Ein Blick auf diese Wesen, die eigentlich nichts tun, außer den lieben langen Tag zu pennen, entspannt mich ungemein.

Freundschaft

Ich habe gelernt, verhaftungsloser zu sein. 2016 habe ich mich von mehreren Menschen verabschiedet, aus verschiedenen Gründen. Generell hänge ich an Freundschaften, doch wenn es nicht mehr passt, muss ich weiterziehen. Das war manchmal schmerzlich, doch sind andere wundervolle Menschen dazugekommen. Verhaftungslosigkeit ist etwas, dass ich in 2017 weiter ausbauen möchte, es ist Freiheit pur.

Arbeit

Ich hätte 2016 in Geld schwimmen können. Es gab viele Kooperationsanfragen von großen Firmen. Mir war es aber viel wichtiger, mit Firmen zusammenzukommen, die mir hundertprozentig zusagen, und die mir nicht vorschreiben, wie ich zu arbeiten habe. Das war vielleicht nicht der einfachste Weg, mein Konto hätte das Geld gut gebrauchen können, doch meine Integrität und meine Leser waren mir wichtiger. Grenzen vorgeben war auch ein großes Thema in 2016. Auch konnte ich meine Preise durchsetzen, egal in welchem Bereich und habe nicht rumgeeiert. Das hat auch damit zu tun, dass ich mittlerweile meinen Wert kenne. Jeder sollte seinen Wert verstehen, das ist immens wichtig. Der Glaube, sich treu zu bleiben, hat sich verfestigt und zahlt sich aus. Ich arbeite mit wundervollen Leuten zusammen, die meine Arbeit schätzen. Ich kann mich vollkommen ausleben und das teilen, was mir am Herzen liegt.

Ernährung

Nach 18 Uhr nichts mehr zu essen, habe ich 2016 wieder eingeführt. Früher, vor meinen Kindern, habe ich das immer so gehandhabt, das hat mir bei meiner Meditation am Morgen sehr geholfen. Außerdem konnte mein Körper sich nachts wunderbar erholen. Durch die Kinder bin ich da sehr nachlässig geworden, das ist ja auch normal, bei dem Trubel. Es hatte sich aber auf mein Wohlbefinden niedergeschlagen, das nicht so gut. Jetzt ist alles wieder im Lot. Wir essen zeitig Abendbrot, was meist eine leichte Misosuppe ist, damit der Körper nachts wirklich eine Pause bekommt. Morgens sind wir dann ausgeruht und frisch. Bereit für den Tag. Ansonsten habe ich 2016 genauso gegessen wie sonst, vegan und makrobiotisch.

Was hat für euch in 2016 funktioniert? Nehmt euch ein Blatt Papier und schreibt es auf!

#lifeisbeautiful Madhavi

© Maria Schiffer

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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