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Column

Madhavi & das Leben // Was am Ende des Tages zählt

17. April 2016
Madhavi Guemoes

Nachdem ich vor ein paar Tagen zu meinem 40. Geburtstag förmlich auf allen Kanälen mit Liebe übergossen wurde (danke an dieser Stelle dafür), befinde ich mich nun in einem komplett unberührten Kapitel meines Lebens. Es fühlt sich nahezu mystisch an.

Ein neues Jahrzehnt, zackzack, alles auf Anfang. Ich habe mich die letzten drei Wochen sehr nach innen gerichtet und direkt nach meinem Aufenthalt im Soami (der Bericht kommt diese Woche, versprochen!) eine Art Home Ashram kreiert. Mir ausführlich Zeit genommen, mich hinterfragt, mein Leben genau angeschaut und überlegt, in welche Bahnen ich es lenken möchte. Deshalb war es hier auf Kaerlighed auch ein wenig, äh, ruhiger.

Ich meditiere wann immer ich kann, schleppe mich täglich zum Yoga und liebe es, mit mir Zeit zu verbringen. Internet habe ich die letzten Wochen eher spärlich genutzt. Bin viel im wahren Leben herumgeturnt. Das kann ich jedem nur empfehlen.

Bei mir stehen die Zeichen auf Veränderung, im positiven Sinne. Es geht um Integrität. Lebe ich das Leben so, wie ich es mir vorgestellt habe, bewege ich mich wahrhaftig in meinem eigenen Rahmen? Wenn nein, was kann ich ändern, um meine Integrität zu wahren? Fragen, die ich mir stelle. Integrität braucht Mut, Willenskraft und Fokus.

Nachdem in den letzten Wochen einige Menschen, die ich sehr mochte, ihren Körper verlassen haben, hat sich mein Wunsch nach meiner eigenen Wahrheit verstärkt. Das Leben ist doch viel zu kurz, um nur halbgar zu existieren, nicht?

Ich habe eine schöne Osho App, die mir jeden Morgen um 6 Uhr einen ‚No-Thought for the Day‘ zuflötet. Darin hieß es heute “Don’t be bothered by perfection. Replace the word ‘perfection’ by ‘totality’. Don’t think in terms that you have to be perfect, think in terms that you have to be total. Totality will give you a different dimension. Schön, nicht?

Total leben. Das ist etwas, was ich von Osho gelernt habe. Etwas Wunderbares. Leider nicht risikolos. Da werde ich plötzlich mit meiner eigenen Verwundbarkeit konfrontiert. Überprüfe und sortiere Verteidigungsmechanismen aus, die eh nur zur Verhärtung und Verdichtung des Körpers und Bewusstseins führen. Und dann, hoppla,  fühle ich mich wie ein rohes Ei.

In den letzten Tagen ist mir klar geworden, dass ich meine Verwundbarkeit wertschätzen muss, denn nur so kann ich offen sein – und meiner wahren Natur Raum geben. Verletzlichkeit ist eine Qualität der Offenheit, der Weichheit, die mir zeigt, wo ich stehe. Wie echt ich im Moment bin. Natürlich kann ich da verletzt werden, aber das ist es mir wert. Meditation hilft mir sehr, Mauern aufzubrechen. Auf eine zaghafte Weise.

Denn am Ende des Tages zählt doch nur, wie sehr wir geliebt haben.

In diesem Sinne, eine schöne Woche!

xxx Madhavi

© Mariaschiffer.com

 

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