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Column

Madhavi & das Leben: Wie eine Jungfrau ins neue Jahr segeln

22. Dezember 2015
Masterplan

Seitdem ich aus Palma zurück bin, bin ich im Eimer, denn leider habe ich meine abenteuerliche Grippe verschleppt, die zu einer Nasennebenhöhlen-Irgendwas mutiert ist.

Das ist nicht weiter schlimm, denn zu Weihnachten gebe ich ja keinen großen Empfang, ich habe also nichts zu befürchten. Dennoch wurmt es mich, wegen solcher Lappalie nicht so richtig in Form zu sein.

Ich hatte viel Zeit, letzte Woche, um in gebatikter Ernsthaftigkeit nachzudenken. Keine Sorge, das hier wird jetzt kein fader Jahresrückblick. Eher ein: Was muss noch erledigt werden, um wie eine Jungfrau ins neue Jahr segeln zu können.

Ich bin in dieses Jahr ohne konkrete Pläne hineingeschlittert. Im Nachhinein war das ein wenig töricht, denn ich funktioniere besser nach Plan, sei es auch nur ein ganz bescheidener, ansonsten verliere ich mich. Ich bin mein eigener Chef, das macht die Sache nicht unbedingt leichter. Da ist jeder anders.

Während andere sich im mörderischen Weihnachts-Wahnsinn herumtreiben, schreibe ich gerade Listen, die habe ich wieder für mich entdeckt. 2015 muss für mich vernünftig abgeschlossen werden. Ich möchte nicht mit Altlasten ins neue Jahr starten, das würde sich für mich so anfühlen, als hätte ich den Startschuss verpennt.

Ich schaue also auf meinen Schreibtisch, liegen da noch ungeöffnete Briefe? Rechnungen? Ja,natürlich! Die werden noch fix beglichen, so weit mein Budget es zulässt.

Ich werfe täglich einen Blick auf mein Konto. Manche erklären mich für verrückt. Ich habe einen Kontowecker eingerichtet, der schickt mir immer mittags ein Update. Es ist nicht immer erfrischend dort hineinzuschauen, doch für mich ist es wichtig, zu wissen, was ich mir erlauben kann. Und was nicht.

Gibt es ungeklärte Gespräche? Situationen, die mir noch quer liegen? Ich schreibe sie alle auf. Ist es mir besonders wichtig, damit ins Reine zu kommen, wird diese Person noch kontaktiert.

Madhavi Guemoes

© Maria Schiffer

Ich sorge dafür, dass in meiner Bude Klarheit herrscht. Das mache ich am besten sofort, denn ich möchte die freien Tage genießen und nicht immer daran erinnert werden, dass ich doch mal wieder den Dreck aus dem Waschbecken kratzen müsste.

Da ich nicht so super fit bin, werde ich alle Familienmitglieder einspannen. Sie werden nur semi-begeistert sein.

Mit Klarheit ins neue Jahr zu fliegen, war für mich schon immer sehr wichtig. Sylvester trinke ich auch meistens keinen Alkohol. Das ist mein Ritual.

Ich werde die letzten Tage des Jahres stramm alles erledigen, denn ein klarer Abschluss ist mehr als befreiend.

Schau doch mal, was du noch erledigen kannst. Etwas, was du schon so lange mit dir herumträgst. Auch wenn es im ersten Moment lästig wirkt, es tut so gut, den Kopf für Neues freizupusten!

P.S. Ich werde für 2016 wieder Pläne schmieden. Das mache ich aber Schritt für Schritt, Tag für Tag – und bürde mir nicht 2-3 große Ziele auf, die ich dann nie verwirklichen werde. Und du?

P.S.S. Das hübsche Büchlein habe ich hier gekauft.

x Madhavi

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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