Madhavi Guemoes
Mind

Magic Goals // Meine Ziele für August

Letzte Woche war ich auf Fünen. Auszeit. In einer charmanten Fischerhütte. Stille genießen. Abschalten. Bei Regen einfach in der Kiste bleiben. Mit meinen Kindern 20 Runden hintereinander Uno spielen. Urlaub. Durchatmen. Ihr wisst schon. Es tat gar nicht weh, der Routine für ein paar Tage zu entkommen. Alles ein wenig langsamer angehen. Keine Mails lesen. An letzteres habe ich mich, äh, weniger gehalten. Prompt kam am ersten Tag eine Nachricht von meiner Steuerberaterin, dass das Finanzamt doch für 2010 gern eine klitzekleine Steuerprüfung machen möchte.

Mir rumste  natürlich gleich das Herz in die Hose. 2010, wann war das noch mal? Unterlagen? Die haben zwei Umzüge hinter sich. Hmmm. Muss ich suchen. Nachdem ich das halbwegs geklärt hatte, war klar: Keine Mails mehr auf Fünen, dort, wo die Welt noch mächtig in Ordnung ist. Nun bin ich in Kopenhagen und habe vor lauter Lotterleben jetzt erst gemerkt, dass ja schon der 9. August ist. Absurd, wie die Zeit verfliegt. Längst überfällig sind meine drei Ziele für August.

Aber zunächst einmal ein Rückblick, wie es im Juli lief mit meinem Vorhaben.

1. Briefe öffnen

Das klappte irre gut. Ich habe es sogar fast jeden Tag gemacht, spätestens jeden Donnerstag. Habe mich schnurstracks um alles gekümmert. Wie befreiend! Mich nicht der Verantwortung entzogen. Das Gefühl, das Leben im Griff zu haben. Ich glaube, ich kann mich daran gewöhnen.

2. Computer aufräumen

Ich habe mich mit buddhistischer Gelassenheit ans Ausmisten gemacht. Leider ist mein Rechner immer noch nicht so aufgeräumt, wie ich es gern hätte, aber ich arbeite daran.

3. Lernen

Nein, ich habe InDesign noch nicht in Angriff genommen. Es kam so viel dazwischen. Dämliche Ausrede, ich weiß. Aber nach meinem Urlaub werde ich sofort damit starten.

Dann gab es ja noch den Unplug Sunday. Was für eine Wohltat. Das werde ich fortführen. Wenn ich jedoch auf Reisen oder auf einem schönen Event bin, werde ich auf Instagram & Instagram Stories davon berichten.

Meine Ziele für August

1. Integration

Es ist extrem einfach, die Aura von Güte und Gelassenheit zu wahren, wenn man umringt ist von Leuten, die man dufte findet. Die, die man nicht riechen kann, schließt man sehr schnell aus. Da beginnt der innere und äußere Kampf. Das ist so ermüdend. Diesen Monat fokussiere ich mich besonders auf Integration. Ich biete meiner Abneigung oder Widerwillen gegenüber anderen die Stirn. Frieden beginnt ja bekanntlich bei einem selbst.

2. Zuhören

Klar, höre ich den Menschen um mich herum zu. Aber tue ich es wirklich? Von Herzen? Bin ich wirklich da, wenn jemand mir etwas erzählt? Wo ziehen meine Gedanken hin? Reagiere ich sofort, plappere von mir? Es ist sehr spannend, sich zu beobachten, während man sich mit anderen unterhält. Zuhören ist eine wunderbare Übung, eine feine Meditation, die man immer einfließen lassen kann. Zuhören unterstützt die Verbindung, die man zu anderen pflegt. Oder pflegen möchte.

3. Mehr fühlen

Neulich in der Yogastunde war das Thema „I have the right to feel“. Das hat mich sehr berührt, denn viel zu oft, versucht man sich doch zu schützen – und vergisst dabei zu fühlen. Dabei geht es gar nicht darum, in ein Drama zu verfallen, sich zu sehr mit den eigenen Gefühlen zu identifizieren. Aber Gefühle sind wichtig und dürfen nicht verdrängt werden. Sie helfen dabei, sich zu sortieren und zu prüfen, wo man steht.

Wie sieht’s bei euch aus? Habt ihr eure Ziele für Juli verfolgt und verinnerlicht? Wie sind eure Ziele im August? Tippt sie gern wieder unter diesen Artikel, ich freue mich immer, von euch zu lesen!

#staytrue

Madhavi

Fotocredit // Maria Schiffer

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