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Meine Detox-Woche im Soami Retreat Center

29. April 2016
soami

Bevor ich meine kleine Geschichte vom Soami Detox Retreat erzähle, möchte ich euch befreien von den lästigen Gedanken, die ihr vielleicht vom Detoxen habt. Es wird leider so inflationär benutzt. Mir geht es nicht ums Abnehmen, auch glaube ich nicht, dass man innerlich verdreckt ist. Eher ein wenig, äh, verstopft, weil man von allem irgendwie immer zu viel konsumiert. Detoxen bedeutet für mich,  wieder Klarheit zu erlangen, meine Integrität zu vertiefen. Kurz: Mich lösen, von all dem Wahnsinn, der nicht wirklich zu mir gehört.

Im Soami Retreat Center geht es um mehr als um Verzicht, nämlich um Transformation. Veränderung auf allen Ebenen, denn das ist doch das, wonach man sich hin und wieder sehnt, um nicht im alten Trott zu vergammeln, nicht?

Es ist mittlerweile schon vier Wochen her, dass ich das Detox Retreat im wunderschönen Soami im malerischen Kärnten besucht habe. Manchmal erlebt man etwas, dass einen so wahnsinnig berührt – und dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kreischt man es sofort in die Welt hinaus, oder man lässt es erst einmal sacken und reifen. Bei mir war letzteres der Fall. Erst jetzt finde ich Worte für meinen Aufenthalt, der mich im Nachhinein sehr beschäftigt.

Für mich war das Soami Detox Retreat der Auftakt für einen Neuanfang, ein knallfrisches Jahrzehnt vor mir. Ich wollte trübe, abgehalfterte Muster verabschieden, mich hinterfragen, in welche Richtung ich mit meinem kleinen Leben überhaupt gehen und nicht stolpern möchte. (siehe Kolumne)

Das erfordert natürlich Klarheit, funktioniert am besten mit einer gehörigen Distanz vom Alltag. Da ich mit zwei Schulkindern nicht einfach für ein paar Wochen wie früher nach Indien verschwinden konnte, schienen die Berge für mich perfekt. Über das Soami hatte ich bisher über viele Ecken nur Fabelhaftes gehört, dass dort makrobiotisch gekocht wurde, erleichterte meine Entscheidung enorm.

Ich war sehr froh, dass es bei diesem Retreat nicht wirklich ums Fasten ging, denn wenn ich tagelang nichts zu Futtern bekomme, kann ich zum Monster werden. Ich hätte nach Kärnten fliegen können. Doch ich wählte die Bahn und tuckerte 12 Stunden nach Obermillstatt. Die Fahrt war, abgesehen von einem völlig verzogenem, ständig kreischendem Gör (ich sage nur zwei Tafeln Schokolade zum Frühstück) in meiner extra gebuchten 1. Klasse, ziemlich entspannt. Die Zeit verging rasch.

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Am Bahnsteig wurde ich von Werner Biller abgeholt, der zusammen mit seiner Frau Hildegard das Soami Retreat Center ins Leben gerufen hat. Ich war sehr froh, dass er mich sofort in meine “Höhle”, wie er es nannte, brachte – und ich in Ruhe durchatmen konnte. Es gab noch eine ausgezeichnete Misosuppe auf mein Zimmer, abgerundet mit süchtig machenden Soami Cookies. Schnurstracks fühlte ich mich angekommen.

Soami

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Diese Stille! Einfach himmlisch! Wie lange war ich nicht mehr in den Bergen (siehe Kolumne). Wie schnell der Geist umschwenken kann und runterfährt. Das Retreat begann am nächsten Tag nachmittags. Bis dahin erkundete ich die Umgebung. Immer noch fasziniert von der Harmonie und Stille der Natur traf ich auf  Iris, eine reizende Frau. Sie war schon mehrmals im Soami und bereitete mich ein wenig auf das, was kommen sollte, vor.

Das Programm

Um 17 Uhr trafen sich alle im Yogaraum zur Vorstellungsrunde. Es war eine übersichtliche und sympathische Truppe. Ich lernte nun auch Hildegard Biller kennen, die ich sofort in mein Herz schloss. Ich mag es, wenn Menschen Spiritualität bis in jede einzelne Zelle ihres Körpers leben, mutig durch das Leben schreiten, etwas wagen, und trotzdem greifbar und ein Stück weit weltlich bleiben.

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Beim Essen wurde geschwiegen, was mir zunächst ein wenig schwer fiel, nein gelogen, es war für mich eine riesige Herausforderung! Schon wieder war alles so still. Nicht bei der Suppe zu schmatzen in einer Gruppe von Menschen, die ich nicht kenne, oha! Zum Glück änderte es sich schon am nächsten Tag.

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Nach dem Abendessen wurden wir mit dem Ablauf für die Woche und den Kriyas wie Zunge kratzen, Öl ziehen, Nasenspülen und Zitronenwasser trinken vertraut gemacht (hier gibt es mehr darüber zu lesen). Um 22 Uhr war dann Bettruhe, Handy und Computer aus. Ich habe mich tatsächlich die ganze Zeit daran gehalten. W-Lan gibt es im Soami nicht, was mich vor der Reise leicht in Panik versetzte, da ich ja eigentlich immer für meinen Blog arbeite. Ich bekam direkt bei der Anreise einen kleinen Internet-Cube zur Verfügung gestellt, den ich die Woche über verteidigte, damit ihn mir auch ja keiner wegnehmen konnte. So viel zur Verhaftungslosigkeit!

Am nächsten Tag ging es dann mit dem vollen Programm zu Sache. Wir wurden täglich zart um 7.00 Uhr von Hildegard geweckt. Ich war meistens schon um 5.00 Uhr auf den Beinen und genoss während meiner Nadabrahma Meditation den Frieden, der im Soami herrscht. Kurz vor 8.00 Uhr gab es den ersten Detox Shake, eine Mischung aus Flohsamen, Ingwer und Apfelsaft. Im Soami wird sanft entschlackt, keine Einläufe oder ähnlich widerliches. Die Yogastunden mit Hildegard waren spannend, denn obwohl sie in sämtlichen Yogarichtungen ausgebildet ist, übte sie mit uns eher intuitiv. Sie ist eine Schülerin von Angela Farmer, die ich erst kurz vor dem Soami Retreat entdeckt habe und sehr interessant finde. Was für ein schöner Zufall! Hildegard ist sehr präsent in ihrem Unterricht und bringt Anfänger und Fortgeschrittene mit Leichtigkeit unter einen Hut.

Soami

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Das Frühstück war die üppigste Mahlzeit des Tages. Es gab ein Porridge, Rohkost und einen feinen Saft. Jede Mahlzeit war zum Hineinlegen, so lecker,  und immer sehr schön anzusehen. Wir bekamen auch genug Raum, um zu lesen, die Landschaft zu erkunden – oder einfach die Seele baumeln zu lassen. Ich sehnte mich jedoch von einer Mahlzeit zur nächsten. Nicht, weil ich hungrig den Tisch verließ, nein, im Gegenteil.

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Ich fand es so schön, mit diesen interessanten Menschen an einem Tisch zu sitzen, und nach dem Essen über Gott und die Welt zu plaudern. Ansonsten war ja jeder irgendwie auf seinem Zimmer oder unterwegs in der Natur. Wir waren alle so verschieden, das machte die Sache so spannend. Auch das Mittagessen war ein Fest für die Sinne. Es gab sogar ein Dessert!

Soami

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Zwischendurch tranken wir immer wieder Detox Drinks oder schluckten Detox Kapseln. Hildegard und Werner standen immer unterstützend zur Seite, wenn jemand Fragen hatte, oder der Schuh drückte. Ich konnte mich komplett fallenlassen und entspannen. Eine Wohltat, denn als Mutter von zwei Kindern passiert das eher selten. Wir mussten nichts machen, es wurde für alles gesorgt.

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Abends gab es Yin Yoga, Atemübungen mit Werner, Yoga Nidra, Ingwerwickel (großartig!) oder eine Gesprächsrunde. Gut gefallen haben mir auch die beiden Massagen, die wir im Laufe der Woche erhielten. Shiatsu und Lomi Lomi. Knaller!

Ernährungsberatung und Kochkurs

Hildegard gab jedem von uns eine individuelle Ernährungsberatung. Für mich hat sie seherische Fähigkeiten und eine fantastische Menschenkenntnis. Verstecken kann man sich nicht vor ihr, sie sieht alles und geht mit dem, was sie entdeckt, achtsam um. Am Ende des Retreats unterrichtete Hildegard einen Kochkurs, in dem sie uns ihre Tipps und Tricks verriet und Gerichte für den Alltag zeigte.

Soami

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Das Soami Retreat Center ist der ideale Platz, um den unstetigen Geist zur Ruhe zu bringen, und die Anstrengung des Alltags beiseitezuschieben. Die Berge, die saubere Luft, die schöne Umgebung tragen dazu bei. Auch die hochwertigen und natürlichen Materialien des Zentrums wie Bambus, Holz und Glas vermitteln ein angenehmes Raumklima. Die Gebäude wurden nach der Feng Shui Philosophie erbaut, das fühlt sich so gut an. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so gut geschlafen habe wie im Soami. Obermillstatt befindet sich außerdem in einer äußerst geringen Strahlenbelastung.

Fazit

Ich habe mich rundum wohl gefühlt. Das Essen (natürlich Bio und vegan) war ein Gedicht. Das gesamte Programm in der Woche fand ich mehr als gelungen. Ich hatte Anfang des Jahres ernste Probleme mit meinem Bauch. Das Problem ist seit dem Aufenthalt im Soami komplett verschwunden, wofür ich sehr dankbar bin. Hildegard und Werner haben mit ihrem Soami ihre Bestimmung gefunden, betreiben es mit viel Herzblut – und tragen dieses Geschenk in die Welt hinaus! Weiter so!

Dieses Jahr gibt es noch zwei Soami Detox Retreats:

Am 23.10. – 29.10.2016 &  07.11. – 13.11.2016.

Mehr Infos zu den Detox Retreats findet ihr hier.

Das ganze Jahr über werden von verschiedenen Yogalehrern Yoga Retreats im Soami angeboten. Auch das Yogateam Berlin mit Irina und Valentin Alex und Holistic Yoga Retreats rund um Nicole Herrmann und Sandra Winkens geben dort feine Yogawochen.

Ich muss unbedingt bald wieder ins Soami, denn ich bin gespannt, wie Hildegard kocht, wenn keine Detox-Woche ist. Wer nach einer nachhaltigen Auszeit sucht, der wird diese im Soami finden, ein heiliger Ort!

P.S. Nächste Woche gibt es ein ausführliches Interview mit Hildegard Biller!

xxx Madhavi

 

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