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Mut – Wo sind bloß all die hübschen Träume hin?

27. August 2014
Mut

Ich glaube ich erwähnte es bereits: Ich bin verliebt in Berlin und wildvergnügt, auch wenn mich gerade eine kleine Grippe heimgesucht hat. Bei dem ständigen Wetterwechsel kein Wunder. Aber über das Wetter möchte ich gar nicht schreiben. Und noch weniger über das, äh, Eiswürfel-Massaker, worum ging es da noch mal? Ich möchte heute viel lieber über Mut schreiben.

Vor zwei Tagen wurden meine Kinder in eine neue Schule eingeschult. Es ist ein dänische Schule. Ich traf dort auf ein Pärchen, das eigentlich ganz unscheinbar wirkte. Es kam auf meinen Mann und mich zu und verwickelte uns in ein Gespräch. Nach zwei Minuten wusste ich: Das wird spannend.

Do what you feel in your heart to be right- for you’ll be criticized anyway. You’ll be damned if you do, and damned if you don’t. Eleanor Roosevelt

Das Pärchen hatte drei Kinder und sie kamen aus der Nähe von Kopenhagen, wo sie jahrelang eine Farm betrieben hatten. Ohne Tiere. Sie waren gerade vor einer Woche nach Berlin gezogen, keiner sprach deutsch und wie sich herausstellte, hatte auch keiner von ihnen einen Job in Berlin.

Beide waren so um die vierzig, sehr solide Leute – hätten auch gut Bankangestellte bei der Haspa sein können. Als ich fragte, wie es kommt, dass sie einfach nach Berlin ziehen, ohne Job und Deutschkenntnisse, antwortete der Mann: „Wir brauchten eine Herausforderung. Das Leben konnte nicht so eintönig weitergehen. Wir möchten etwas erleben. Die Sprache werden wir schnell lernen und der Rest wird schon folgen. Es war schon immer mein Traum, auszubrechen und etwas Neues zu machen. Nun ist die Zeit dazu.“

„Wie mutig“, dachte ich. Dabei fand ich, dass unser Umzug von Hamburg nach Berlin schon eine wilde Sache war….Mit allen Sicherheiten im Gepäck….. Haha, sehr lustig.

Wie ich mich freue, wenn ich auf Menschen treffe, die ihre Träume ausleben. Risikobereit sind. Etwas wagen. Auf Sicherheiten pfeifen. Dieses Urvertrauen mit sich herumtragen, wie ein Welpe sein Namensschild um den wuscheligen Hals.

Wie oft ist man wie eingestaubt in seinem öden Alltag, wo man sich abends die Füße auf dem gemütlichen Sofa massieren lässt. Sich über den Müll des Nachbars aufregt, weil er ihn nicht richtig getrennt hat. Hat das Leben nicht so viel mehr zu bieten? Wo sind bloß all die schönen Träume hin? Und: Warum verwirklicht man sie nicht?

Sich trauen. Mutig sein. Jetzt ist die Zeit dazu.

 

 

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