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Lifestyle

Let’s talk about // Nachhaltigkeit in der eigenen Bude

24. June 2017
Nachhaltigkeit

Als ich das letzte Mal mit meiner Familie in Kopenhagen war, hatte ich ein spannendes Gespräch mit dem Cousin meines Mannes. Der ist ein äußerst kluger Pastor, ungefähr in meinem Alter. Wir unterhalten uns gern über Gott und die Welt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Beim letzten Plausch sprach er davon, dass die meisten Menschen heutzutage nur noch Ikea Möbel in ihren vier Wänden stehen hätten. Kaum jemand würde mehr wirklich Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit im Wohnbereich legen. Wir hätten gar nichts Besonderes, das wir unseren Nachfahren vererben könnten. Früher hätte man irre lange für ein Möbelstück gespart und das der nächsten Generation weitergegeben. Irgendwann hätte das mit unseren Eltern aufgehört.

Das regte meinen Mann und mich total zum Nachdenken an. Wie oft höre ich von Leuten, dass sie sich (meist irre dogmatisch) für nachhaltige Kleidung einsetzen, andere nahezu beschimpfen, nichts anderes tragen würden, doch in ihrem Heim stehen nur billig hergestellte Möbel. Schon komisch, oder? Ich bin immer für eine goldene Mitte, jeder tut was er kann und klagt niemanden an.

Bevor ich eine eigene Familie hatte, besaß ich so gut wie keine Möbel. Mein karger Kleiderschrank bestand aus einem umgedrehten Einkaufswagen. Meine dürre Matratze erfüllte gerade Mal ihren Zweck und meine paar Bücher standen auf dem eiskalten Boden. Das war’s auch schon.

Hätte ich nicht geheiratet und Kinder bekommen, würde ich wahrscheinlich immer noch so spartanisch leben. Möbel waren für mich eher eine Last. Ich sah auch nicht ein, warum ich tausende Euro für Interieur ausgeben sollte. Ich hatte auch überhaupt gar kein Interesse daran. Hauptsache ich hatte meine Kohle für Indien zusammen.

Investieren und länger etwas davon haben

Mein Mann und ich waren sehr inspiriert von dem Gespräch mit seinem Cousin, sodass wir uns vornahmen, unseren Wohnraum schöner und ein wenig nachhaltiger zu gestalten. Wir fingen an, uns monatlich Geld für neue Möbel zur Seite zu legen. Wir wollten uns dänische Vintage-Möbel anschaffen. Ich wünschte mir schon länger einen kuscheligen, hochwertigen Teppich zum Meditieren.  Dänisches Design

Es war aber nicht so leicht, flotte und gepflegte Vintage-Möbel zu finden. Wir hatten eine bestimmte Vorstellung. So mussten wir uns in Geduld üben. Was aber Spaß machte, denn es ging schließlich um unseren Wohnraum, den wir tagtäglich nutzen, und den wir energetisch aufhübschen wollten.

Eine Couch ist eine Couch ist eine Couch?

Mittlerweile haben wir in Berlin einen fantastischen Laden gefunden, der großartiges dänisches Vintage-Design anbietet. Dort stöbern wir immer wieder mal herum und haben schon einige Möbel ausgetauscht. Mit den liebevoll ausgesuchten Möbelstücken entsteht eine ganz andere Energie in der Bude. Dänisches Vintage DesignEs lohnt sich, für eine schöne Wohnungseinrichtung zu sparen, diese ein Leben lang zu besitzen und vielleicht einmal jemanden zu vererben.

Meine Couch ist nun aus den 60ern. Meinen Teppich, auf den ich von euch übrigens seit Wochen angesprochen werde, habe ich bei On the Rugs gefunden, er ist mein schönster Platz zum Meditieren.

Er ist ein Einzelstück, jedoch gibt es in dem Online-Shop von On the Rugs immer wieder schöne Modelle. Ich hätte nie gedacht, was es ausmacht, in hochwertiges Interieur zu investieren. Das ist ein Stück Selbstliebe, denn man sorgt für eine erhebende Umgebung. Das Wohnzimmer war erst der Anfang, gerade bin ich dabei, die Küche zu verschönern. Sich zuhause zu fühlen, ist ein schönes und wichtiges Gefühl. Innen und Außen. Herrlich!

#yes

Madhavi

© Maria Schiffer

Pullover: hati-hati

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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