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Lifestyle New York

New York Diary #2 // 7 Minutes in Heaven

15. Juni 2016
new york diary #2

New York Diary #1 lesen.

Am ersten Abend liegen Helen und ich um 21 Uhr im Bett, beflügelt von der Luft der großen weiten Welt. Kurz nach 1 Uhr werde ich plötzlich putzmunter. Meine innere Uhr, völlig benebelt,  kreischt mir ein „du musst die Kinder in die Schule bringen“ entgegen. Ach, nein, heute nicht. Also weiterschlummern.

Um 3 Uhr fühle ich mich wie ein Duracell Häschen, schaffe es aber, doch noch bis 4.30 Uhr zu dösen. Zielstrebig wecke ich Helen. Zeit zum Meditieren. Wir machen die Kundalini Meditation. Die sollte man eigentlich eher nachmittags ausführen, aber das ist uns schnurz, schließlich sind wir in New York.

Auf nach Manhattan

Wir beschließen, zu Fuß von Brooklyn nach Manhattan zu schlendern. Gute Entscheidung. Malerisch und unwirklich. Aber vorher brauchen wir einen Kaffee. Ich gebe es ungern zu, aber ich habe leichten Jetlag.

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In Manhattan angekommen reibe ich mir erst einmal die Augen. Wo sind die ganzen Wolkenkratzer hin, die ich aus den ganzen Serien kenne? Die sind ja gar nicht so hoch wie gedacht. Wo bleibt der Lärm? Die Menschenmassen? Es ist tierisch heiß. Die Luft steht. New York muss im Sommer die Hölle sein. Manhattan wirkt so entspannt, wer hätte das gedacht.

Ich fühle mich kein Stück fremd, eher so, als wäre ich zum zehnten Mal in dieser Stadt.  Ich bin verwirrt von diesem Gefühl. Wir laufen weiter. Die Menschen auf der Straße haben ein angenehmes Tempo, ich bin ja mittlerweile einen zackigen Stechschritt gewohnt, in, äh, Berlin.

Manhattan

Wir kehren im The Butcher’s Daughter in Nolita ein. Die Preise hauen uns ehrlich gesagt ziemlich um, 10-12 Dollar für einen Smoothie finden wir schon ganz schön happig. Ich entscheide mich für den  „7 Minutes in Heaven“ Smoothie. Dieser Drink verspricht nicht zu viel. Er ist göttlich. Ich werde süchtig.

Manhattan

Ich werde versuchen, das Rezept die nächsten Tage nachzubauen und dann natürlich mit euch teilen. Ich esse dazu einen gesunden Pudding mit Obst und einen veganen Cookie. Wir schlendern durch Soho, Greenwich, Nolita. Auf unserem Plan: Yoga. Ansonsten lassen wir uns treiben, kein Rumgehetze. Auch Sehenswürdigkeiten lassen wir zum größten Teil aus, das können wir ja nächstes Mal machen. Erst mal ankommen und SEIN.

Manhattan

Das versteht vielleicht keiner, aber so ticke ich. Und ich bin mir natürlich gleich sicher, dass ich wiederkommen werde. Bloß nicht den ganzen Zauber beim ersten Trip verpuffen lassen.

Nachmittags kehren wir im Jivamukti Yoga Center am Broadway ein. Es versprüht leichten 80er Jahre Charme und wirkt ein bisschen in die Jahre gekommen. Wie angenehm ich doch die Jivamukti Yoga Studios in Berlin finde. Die Yogalehrer gefallen mir dort mit ihrer Attitude auch um einiges besser. Trotzdem haben wir eine gute Zeit.

Manhattan

Egal, welches Yogastudio ich mir anschaue, ich komme immer wieder zur gleichen Erkenntnis: in Deutschland haben wir schon wirklich viele flotte, moderne Yogastudios. Mit fantastisch ausgebildeten Yogalehrern. Da braucht sich keiner zu verstecken! Nach der Yogastunde landen wir noch im Lululemon Store. Wer es noch nicht weiß: Als Yogalehrer bekommt man in den Shops 20% Rabatt, was uns natürlich gefällt.

Madhavi Guemoes

Wir sehnen uns aber flink zurück nach Brooklyn. Dieses Mal nehmen wir die Brooklyn Bridge. Zauberhaft! Es dämmert, die Luft ist immer noch zum Schneiden. Nach ungefähr zwei Stunden Fußmarsch in  Brooklyn angekommen, verfransen wir uns erst einmal.

Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge

Es wird richtig düster. Mein Telefon gibt langsam den Geist auf, der Akku ist leer. Helens Telefon ist schon aus. Wir landen in einer vereinsamten Gasse.

Mit dem Rest Saft in meinem Telefon google ich kurz, wie lange wir noch bis Greenpoint laufen müssen. 90 Minuten. In der Dunkelheit, ohne Telefon. Lassen wir mal. Wir finden ein Taxi und sind heilfroh, unsere geschundenen Beine dort ausruhen zu können.

Zurück in Greenpoint

Ich fühle mich in Brooklyn pudelwohl. Mehr brauche ich gar nicht. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Kein Tourismus, kein Mainstream. Herrlich.

Brooklyn

Brooklyn

Wir trinken noch ein kleines Bier im 5 Leaves in der Bedford Avenue (Place to be!) und torkeln dann beschwingt nach Hause. Ein gelungener Tag. Ich freue mich auf morgen.

P.S. Ein zauberhaftes Lädchen in Brooklyn ist das Home of the Brave. Vintage und Nippes (siehe oben das Bild mit den Kristallen). Großartig!

Hier New York Diary #3 lesen.

#staytrue

Madhavi

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