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Warum man Savasana nicht schwänzen darf

22. December 2014
Savasana

Es kommt immer wieder vor, dass Leute sich während einer Yogastunde, kurz vor der Endentspannung, aus dem Staub machen. Dann schauen sie hektisch nach rechts und links, rollen flink ihre Yogamatte ein und springen leichtfüßig in die Umkleidekabine, um den Rest der Sachen zu holen. Meist rascheln sie dort sehr laut mit ihrem Schlüssel, lassen ihr Handy fallen, bis sie dann unüberhörbar aus dem Yogastudio stolpern.

 Was ist der Sinn der Endentspannung?

Manche sehen sie als lästiges Anhängsel einer Yogastunde und versuchen sie unaufhörlich zu umgehen. Der Hintern und der Rest fühlen sich nach über einer Stunde Yoga bombastisch an, warum soll man dann noch dumm rumliegen, die Arbeit ist doch getan. HALT!

Savasana, wie die Endentspannung auf Sanskrit heißt, ist vielleicht der wichtigste Part einer Yogastunde. Und alle Yogalehrer sollten ihren Schülern eintrichtern, dass sie die Yogastunde ohne triftigen Grund nicht einfach schwänzen dürfen.

Die Endentspannung wirkt sich positiv auf unser Nervensystem aus. Wir überladen es jeden Tag durch ständige Erreichbarkeit, tobende Eindrücke und gönnen uns während des Tages keine Minute Ruhe. Alles was wir machen ist ein Punkt auf unserer To-Do Liste, der fix abgehakt werden muss. So auch die Yogapraxis. Nein, nein, so funktioniert das nicht!

Die Yogastunde ist dazu da, die Spannungen in unserem Körper zu lösen, unsere verklebten Energiekanäle zu säubern, durchlässig zu machen – aber auch, um ihn zu kräftigen. Yoga bringt Einklang in unser Nervensystem, unsere Wirbelsäule wird hin und her gebogen und Verspannungen werden gelöst. Wir nehmen uns Zeit runterzukommen. Wie gut sich das alles anfühlt.

Wenn wir dann die Endentspannung aus purer Leichtsinnigkeit entfallen lassen, kann unser Körper die neuen Informationen, die er während einer Yogastunde gelernt hat, nicht integrieren. Wie ein Yogalehrer, der all sein Geld in ein Teacher Training auf den Bahamas steckt und kurz vor der Abschlussprüfung nach Hause fährt. Macht also kein Sinn.

Wenn man Savasana sausen lässt, hat man kein Yoga gemacht. Punkt.Click To Tweet

Der Körper fällt wieder in seine alten Muster zurück – was für ein Desaster.

Wie geht Savasana?

In Savasana sollte man sich immer zudecken. Das kann eine dicke Wolldecke aber auch ein leichtes Tuch sein, das den Körper umhüllt. Das hält das erarbeite Prana (Energie) an Ort und Stelle und kann sich manifestieren.

Je nach Länge der Yogastunde kann Savasana 8-15 Minuten lang sein. Praktiziert man allein zu Hause, sollte man sich disziplinieren, mindestens acht Minuten in Savasana zu liegen. (ja, ich weiß, das ist schwer)

Wichtig: Aus der Endentspannung sollte man sanft und bedacht wieder herauskommen. Den Atem wieder tiefer werden lassen, Finger und Füße bewegen, sich dehnen und noch einmal auf die Seite legen, um dann wieder in den Alltag zu gleiten.

Kleiner Tipp: Das Telefon nach einer Yogastunde für zwei Stunden nicht anrühren. Das Gelernte nachklingen lassen und manifestieren.

Also fassen wir mal kurz zusammen: No Savasana – No Yoga!

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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