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Lifestyle

Palo Santo – Das betörende Räucherwerk

1. Juli 2015
Palo Santo

Am Wochenende war ich für einen Yoga Workshop in Prag. Auch dieses Mal hat mich die Stadt wieder total berauscht (meinen Prag Guide findest du hier). Nicht nur das: Auch die Yogalehrerin Erica Jago  (Co-Autorin des Buches Die Kunst der Aufmerksamkeit) habe ich endlich mal persönlich kennenlernen dürfen und muss sagen, ich bin lange keiner internationalen Yogalehrerin mehr begegnet, die einen so durch ihre bescheidene, lichtvolle Gestalt in ihren Bann zieht. Neben ihr kam ich mir vor wie ein energetischer Trampel. Aber dazu mehr die nächsten Tage.

Als die Yoga Einheit vorbei war und wir alle in Savasana lagen, wurde ich regelrecht verrückt. Ein betörender Duft strömte durch die Gegend und ich versuchte ihn mit allen Sinnen aufzusaugen. Ein Duft, wie ich ihn noch nie vorher erlebt hatte. Als ich wieder aus dem Savasana erwachte, denn ich war tatsächlich eingeschlafen, rannte ich sofort zu Erica und fragte sie, was zum Henker sie da abgefackelt hat. Sie zeigte auf eine öde Kerze und ich war total enttäuscht. Meine Freundin Suse hakte  zum Glück noch einmal nach und fand heraus, dass der Duft von einem Palo Santo Holzstäbchen kam. Ein etwas anderes Räucherstäbchen. Erica schenkte jedem von uns eins. Ich lief schnüffelnd – wie eine Süchtige nach Klebstoff – mit dem Palo Santo Stäbchen in der Hand durch Prag.

Was ist Palo Santo?

Palo Santo bedeutet „Heiliges Holz“ und kommt aus den Waldregionen von Peru und Ecuador. Dem Holz, das mit viel Copal Harz durchtränkt ist, werden große Heilkräfte nachgesagt. Das Holz beseitigt negative Energien, so etwas, das wissen wir ja alle, ist immer gut.

Die Verwendung von Palo Santo geht unter der indianischen Bevölkerung auf eine Jahrtausende alte Tradition zurück. Das Holz, das wir in Europa erhalten, stammt von umgefallenen Bäumen und nachhaltiger Bewirtschaftung, weil der Palo Santo Baum unter Naturschutz steht und der Verkauf sehr vom Staat beobachtet wird.

Palo Santo duftet leicht süßlich mit einem Hauch von Kokos, wenn man das Stäbchen an einem Ende anzündet und so lange brennen lässt, bis man die Glut sieht. Ich laufe damit wie eine Wilde durch die Wohnung, räuchere jeden Winkel aus und lege das Palo Santo dann auf meinen feuerfesten Räucherstäbchenhalter.

Ein Holzstück hält schon ziemlich lang. Man kann es immer wieder verwenden bis es komplett niedergebrannt ist. Böse Geister sollen diesen Duft von Palo Santo scheuen, Mücken sicherlich auch. Das Gute hingegen wird von ihm angezogen. Also, unbedingt ausprobieren!

Eignet sich wunderbar für die Entspannung nach einer Yogastunde, zur Meditation oder einfach nur, um sich vom Duft entführen zu lassen – oder nach einem anstrengendem Besuch von Tante Ella die Negativität wieder loszuwerden.

Palo Santo gibt es hier zu kaufen.

Fotocredit: Indigo Desert Moon

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