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Lifestyle

Müde und erschöpft? Her mit dem süßen Schlaf!

8. Februar 2015
Schlafkur

Letztes Jahr habe ich um diese Zeit 14 Tage lang eine fabelhafte Schlafkur gemacht, als ich ständig dösig, abgekämpft und lahm durch den tosenden Alltag stapfte. Schon nach fünf Tagen erkannte  ich mich plötzlich wieder: meine Augen waren schattenlos, die Wangen hübsch rosig und meine Laune, ach, ich kann euch gar nicht sagen, wie fröhlich und ausgeglichen ich mich empfand, herrlich!

Und nun? Ich bin wieder an einem Punkt, an dem ich tagelangen, altmodischen Schlaf gut gebrauchen könnte. Meine  Fassade ist farblos, ich bin abgespannt und dabei gibt es noch nicht einmal jemanden, dem ich die Schuld in die Schuhe schieben könnte. Ich bin einfach zu lange wach. Vor zwei Uhr nachts gehe ich momentan nicht ins Bett, irgendwas ist immer los, das Leben ist so fesselnd. Doch was nützt die Fülle des Lebens, wenn man sie nicht richtig genießen kann, weil einem ständig die Augen zuknallen? Richtig, nichts!

Man braucht diese nächtliche Verschnaufpause, die die Regenerationsfähigkeit des Körpers unterstützt, damit man den Alltag ausgeruht, fokussiert und heiter übersteht. Gesund bleibt. Klar möchte man, nach einem zugestopften Tag, voller To-do Listen und Verpflichtungen, den Abend so weit es geht ausschöpfen. Meistens endet es jedoch mit einem starren Blick in den Rechner, Fernseher oder iPad, hmmmm?

Eine Schlafkur ist wie ein fabelhaftes Retreat in den eigenen vier Wänden. Man muss sich aber voll und ganz darauf einlassen, sonst klappt es nicht.

Hier ein paar Tipps, damit die Schlafkur ein voller Erfolg wird:

Arrangement ist alles

Das Schlafzimmer gleicht einer Müllhalde,  ist vollgestopft mit alten Zeitschriften, verstaubten Büchern und verwelkten Blumen? Da hilft nur, ich sage es ja ungern: Ordnung. Das Schlafzimmer sollte so einfach wie möglich gestaltet werden – denkt dabei einfach an Gandhi. Bezieht das Bett mit frischer Garnitur, schüttelt die Decken und Kissen aus wie Frau Holle, saugt das Zimmer gut durch, ja, auch unter dem Bett,  und kauft euch einen Raumduft für die Duftlampe oder ein ätherisches Air-Spray. Ich benutze dieses Spray vor dem Schlafengehen, besonders auf Reisen.  Vorher aber bitte noch mal kräftig das Zimmer lüften.

Planung

Man kann jeden Tag beginnen! Zuerst dachte ich, am Wochenende zu starten,  wäre eine gute Idee, aber nein, in der Woche ist es sogar noch besser. Weiht die Menschen, die euch nahestehen in euren Plan ein, damit sie euch nicht wie sonst um 22 Uhr anrufen, um euch ihr Leid zu klagen oder sauer sind, weil ihr nicht innerhalb einer Stunde auf ihre SMS antwortet. Vielleicht haben sie sogar Lust mitzumachen?

Macht einen Plan, schreibt genau auf, wann ihr in den nächsten Tagen in die Koje hüpfen möchtet. Und bleibt dann auch dabei. Ich finde 22 Uhr ist eine perfekte Zeit, um das Licht auszumachen, für mich momentan immerhin 3-4 Stunden früher als sonst, wer strebsam ist, kann es auch um 21.30 Uhr versuchen.

Kein Alkohol

Ist ja eigentlich bekannt, dass so ein Schlaftrunk nicht unbedingt zu einem erholsamen Schlaf führt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass man von Alkohol am Abend in der zweiten Nachthälfte wiederholt aufwacht, weil der Alkohol, der so schön abgebaut wird, zu guter Letzt noch mal stimulierend wirkt. Außerdem muss man ständig auf Toilette rennen, weil der Harndrang verstärkt wird – wer will das schon. Also während der Schlafkur bitte auf Alkohol verzichten, macht sich auch gleich doppelt gut für den Teint!

Flotte Nachtkleidung

Tagsüber achtet man akribisch darauf, was man anzieht und nachts liegt man herum wie Helene Flodder. Ein bisschen mehr Liebe und Aufmerksamkeit in die nächtliche Kleidung legen wirkt Wunder und sorgt dafür, dass man gern ins Bett geht. Außerdem ist dann morgens der Blick in den Spiegel nur halb so schlimm.

Technische Geräte

Man braucht definitiv kein iPad, iPhone, Rechner oder Fernseher im Schlafzimmer. Nein! Wer zu lange abends in seiner Bude in den Computer oder ähnliches starrt, wird schlechter schlafen, denn das Licht der Geräte bringt die innere Uhr gewaltig aus dem Takt, wie verschiedene Untersuchungen ergaben.

Ich verbanne alle technischen Geräte aus meinem Schlafgemach, schalte sogar das W-Lan am Abend aus, ob es was bringt, ist fraglich. Aber schaden kann es ja nicht. Außerdem ist mein erster Griff am Morgen nicht mein Mobiltelefon, was ganz gut ist, wenn man morgens meditiert und nicht in Versuchung gebracht wird, vorher zu checken, ob die Welt noch in Ordnung ist. Ach ja, diejenigen, die ihr Telefon als Wecker nutzen: Kauft euch einen Wecker! (vielleicht ist ja auch noch einer im Keller vergraben?)

Schreibt den Tag nieder

Richtig gelesen. Nehmt euch ein leeres Blatt und schreibt alles, was euch am Tag beschäftigt hat auf. Trinkt dabei noch einen beruhigenden Tee und macht dann das Licht aus.

Atmet!

Nun widmet euch für zwei bis drei Minuten dem Atem. Legt die Hände auf den Bauch, nehmt das Hara – das Zentrum des Körpers wahr. Bringt eure Energie im Körper zum Fließen, indem ihr die ganze Konzentration dorthin lenkt. Atmet bewußt in die Hände hinein. Beobachtet, wie sich die Bauchdecke mit der Einatmung nach oben bewegt und mit der Ausatmung nach unten. Eine simple Übung, die sehr beruhigend wirkt.

Macht das in Ruhe ein paar Mal und gleitet entspannt in einen süßen Schlaf.

Achtung!

Keine Sorge, wenn ihr nach ein paar Tagen noch erschöpfter seid. Der Körper läuft ständig auf Hochtouren, ist vollkommen ausgezerrt. Er ist es nicht gewohnt, im Alltag eine kleine Auszeit zu bekommen und holt gierig alles nach. Aber nach 14 Tagen habt ihr wieder Kraft, Extraschichten zu schieben und euch selbst auszubeuten. Nur, wird es euch sicher nicht mehr so interessieren wie vorher.

Macht mit bei der 14-tägigen Schlafkur!

Wer Lust hat, bei der Schlafkur mitzumachen, kann unten gern den Kommentar „#schlafkur – ich mache mit“ hinterlassen. Ich fange heute an, ihr wählt einfach den Zeitpunkt, der für euch am besten passt.

x Madhavi

© Maria Schiffer

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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