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Food

Makrobiotisch schlemmen // Schwarzwurzeln zum Mittag

7. Januar 2017
Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln gehören zu meinem Lieblingsgemüse im Winter. Gleich nach dem It-Gemüse Grünkohl. Ich werde euch die nächsten Wochen mit Rezepten zu diesem Wintergemüse zuballern, denn die Schwarzwurzel ist vielleicht nicht das hübscheste Kind im Gemüse-Universum, wird aber sehr unterschätzt – und leider auch oft verschmäht. Das liegt vielleicht auch daran, dass Schwarzwurzeln nach ordentlich Arbeit aussehen. Und viele gar nicht wissen, was sie mit Schwarzwurzeln so alles anstellen können.

Sie kommen fürchterlich ungepflegt daher, doch hat man sie erst einmal vom Dreck befreit, erscheint ein zartes, spargelähnliches Gemüse. Schwarzwurzeln werden deshalb auch gern Winterspargel genannt, obwohl es geschmacklich mit Spargel eigentlich null gemein hat. Sie schmecken eher nussartig. Etwa wie Pastinake oder Topinambur, nur intensiver.

Schwarzwurzeln

In der Makrobiotik nutzen wir Schwarzwurzeln sehr gern. Ich schneide sie dafür entweder in Scheiben, Stifte oder kleine Kreise. Auch Tempura aus Schwarzwurzeln sind ein Gedicht. Dazu nächste Woche mehr. Dieses Wintergemüse findet ihr in allen gängigen Biomärkten. Wenn draußen brutale Kälte herrscht, ist ein Gericht mit nährender Schwarzwurzel wie eine zarte, wärmende Umarmung von innen. Ab besten schält man sie, man kann sie auch kräftig mit einer Gemüsebürste schrubben, was ich immer vermeide, es dauert mir einfach zu lang.

Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln sind irre gesund

Sie enthalten viele Vitamine wie Vitamin A, B3, B1, C und E. Zusätzlich sind Schwarzwurzeln reich an Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Glykoside. Dieses Wintergemüse enthält Asparagin und Allantoin und soll dafür sorgen das die Zellerneuerung beschleunigt wird. Der Ballaststoffgehalt ist reichhaltig, gerade nach der feisten Weihnachtszeit ein Traum für den gereizten Darm. Die Wurzeln haben wenig Kalorien und  sorgen für ein ausgeglichenes Gemüt.

Köstliche Schwarzwurzeln zum Lunch (für 1-2 Person)

Schwarzwurzeln

Ich habe vier Schwarzwurzeln geschält,  einmal in der Hälfte durchgeschnitten, diese Hälften dann quer halbiert und von beiden Seiten in geröstetem Sesamöl mit ein wenig Salz angebraten. Eine Handvoll Grünkohl mit einer Prise Salz für ein paar Minuten gedämpft.

Einen EL Instant Wakame Algen gewaschen (die gibt es eigentlich in jedem Bioladen) eingeweicht und ein paar Minuten in wenig Wasser aufgewärmt.  Bohnen habe ich immer im Haus, ich koche jeden zweiten Tag frische. Das hier sind Adukibohnen. Über Nacht einweichen und dann ungefähr 1,5 Stunden ohne Salz (gern mit einem Stück Kombu Alge) kochen, erst am Ende salzen. Dazu nur so viel Wasser, das die Bohnen bedeckt werden, nicht zu viel Wasser nehmen. Dazu gab es Hirse, die ich im Verhältnis 1 Tasse (250ml) Hirse, 2,5 Tassen Wasser für 15-20 Minuten koche (bis das Wasser versiegt ist). Dazu auch einen Hauch Salz. Ich rechne immer eine Tasse Hirse für 1-2 Personen.

Schwarzwurzeln

Die Soße bestand aus einem Löffel Tahin, einem EL Reismalz, einem EL Shisoblätter in Umesu, einem EL Zitrone und drei EL Wasser. Alle Zutaten habe ich in meinem Vitamix zerkleinert, bis die Soße cremig wurde.

Garniert habe ich das Gericht mit gerösteten Erdnüssen, die von Rapunzel mag ich besonders gern, gibt es im Bioladen. Natürlich könnt ihr dieses Gericht auch abends essen, rate aber dazu, abends eher zu einer Misosuppe, damit der Körper nachts nicht so viel zu arbeiten hat.

Guten Appetit!

#stayhealthy

Madhavi

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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