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Food

So machst du eine makrobiotische Bowl

3. Juni 2016
Makrobiotische Bowl

Die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, beeinflusst unsere Gedanken, unsere Gewohnheiten, die Gesundheit, einfach alles. Sie kann sehr kraftvoll sein oder uns runterziehen. Natürlich gibt es da noch andere Einflüsse, die beachtenswert sind: die Menschen, die uns umgeben, wie wir wohnen, wie wir uns körperlich und geistig fit halten.

Nahrung hat eine ganz eigene Energie und wenn wir etwas futtern, nehmen wir diese Energie in uns auf und unsere Lebensenergie wird sofort verändert. Das können wir täglich steuern. Es ist gar nicht so schwer! Eine makrobiotische Bowl ist da schon mal eine hervorragende Idee!

Ich habe vor kurzem über Makrobiotik geschrieben, die Ernährungsform, die ich seit über 20 Jahren praktiziere. Makrobiotik kann je nach Bedarf angewandt werden. Manche nutzen sie, um mehr Energie zu bekommen, manche, um wieder gesund zu werden. Andere sehnen sich nach emotionaler Stabilität und auch da kann die makrobiotische Lebensweise sehr unterstützend wirken. Die Makrobiotik kann auch nur einmal die Woche angewandt werden, um das Verdauungssystem ab und zu zu entlasten. Wer mit der Makrobiotik starten möchte, der sollte es spielerisch angehen. Hier findet ihr ein paar Buch-Tipps.

Der Körper ist klug

Wenn wir uns harmonisch ernähren, extreme Nahrungsmittel nicht zu oft zu uns nehmen, dann können wir unsere Blutqualität, das Verdauungssystem verbessern und einen auf Dauer gesunden Körper und klaren Geist schaffen. Durch eine klare, erdende und kraftspendende Ernährungsweise wie die Makrobiotik, lernt der Körper mit der Zeit, welche Nahrung am besten zu uns passt und wir lernen, wir wir klug mit einem Verlangen nach Zucker, Kaffee oder Alkohol umgehen.

Makrobiotische Bowl

Makrobiotische Bowl

Wenn wir 2-3 Mal die Woche eine makrobiotische Bowl zu uns nehmen, dann hat das schon einen großen Effekt auf unser Leben. Wir müssen nicht gleich alles verändern, das führt meist nur zu Frustration. Auch ist es erst einmal nicht so wichtig, die Prinzipien von Yin und Yang zu verstehen, das lernt man mit der Zeit. Wenn wir uns an einfache Richtlinien halten, dann klappt es schon ganz gut.

In der Makrobiotik essen wir (alles in Bioqualität):

♥ Getreide wie Vollkornreis, Hirse, Gerste, Dinkel, Mais, Hafer oder Einkorn

♥ Frisches Gemüse wie Wurzelgemüse, viel Grün und Seegemüse wie Algen

♥ Samen & Kerne wie Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne

♥ Nüsse wie Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse, Cashewkerne

♥ Fermentierte Nahrung wie Miso, Shoyu (Sojasauce) Tempeh, Natto und Pickles.

So machst du eine makrobiotische Bowl

Wenn du tagsüber in einem Büro sitzt, rate ich dir, das Essen schon am Abend vorher zuzubereiten. Für diese Bowl habe ich eine kleine Tasse Hirse mit 2,5 Tassen Wasser, einer Prise Salz für ungefähr 25 Minuten gekocht. Je nach Hirse muss vielleicht noch Wasser ergänzt werden. Generell rechne ich für eine makrobiotische Bowl mit 50% Gemüse, 30% Getreide, 20% Bohnen (oder Tofu, Tempeh…) Es gibt da verschiedene Anweisungen, ich fahre mit dieser ganz gut. Zu viel Getreide verträgt mein Körper nicht, weshalb ich mit 30% in einem Gericht ganz gut klarkomme. Meist koche ich mein Getreide in einem Druckkochtopf, aber das ist am Anfang nicht notwendig. Keep it simple! Auch sei ganz kreativ mit dem Gemüse oder Getreide, das du verwendest.

Ich nehme für das Gemüse immer 2-3 verschiedene Varianten. Hier habe ich roten Spitzkohl und Brokkoli gedämpft und mit ein wenig Leinöl übergossen. Dazu ein wenig Salat und Instant Wakame Algen, die es in jedem Bioladen gibt, und die nur vorher eingeweicht werden müssen.

Ich habe immer eingeweichte Bohnen oder andere Hülsenfrüchte wie Kichererbsen im Haus (einfach über Nacht eingeweicht), die ich dann für ungefähr zwei Stunden im Druckkochtopf koche. (Geht aber auch in einem normalen Kochtopf.) Es können aber auch frische Bohnen genommen werden. Ohne Salz, das gibst du erst später hinzu. Wenn du keine Zeit hast, Bohnen zu kochen, dann kannst du auch Tofu oder Tempeh anbraten. Ich rate aber dazu, mindestens einmal die Woche frische Bohnen zu essen, das hat für mich eine stärkende, kräftigende Energie und ist für alle, die sich vegetarisch oder vegan ernähren sehr wichtig.

Es ist nicht schwierig oder kompliziert, sich anständig zu ernähren. Mir ist es wichtig, dass ich in meiner Mitte bin, mich wohl fühle – und dabei hilft mir die makrobiotische Ernährung enorm. Es ist auch ratsam, Nahrung achtsam zu kauen, darüber habe ich hier einen Artikel geschrieben.

Wenn du Getreide, frisches Gemüse und Bohnen in deinen Alltag integrierst, tust du schon enorm viel für deinen Körper. Wir wollen nicht dogmatisch werden. Klein anfangen und dranbleiben lautet meine Devise.

Es geht darum, dass vernünftige Nahrung den Geist anregen und die Gedanken klarer, offener werden lassen kann. Das können wir wirklich beeinflussen. Heutzutage essen wir viel zu viel Obst, trinken eine Menge Kaffee, essen von allem zu üppig, alles ist gezuckert – und wir wundern uns, warum wir Depressionen haben und ständig erschöpft sind. Fang doch mit einer kleinen makrobiotischen Bowl an und beobachte einfach, wie es dir damit geht. Ich bin gespannt!

Wenn du mehr über die Makrobiotik erfahren möchtest, dann kannst du diesen Artikel durchlesen, oder dir meine makrobiotische Bücherliste anschauen, die ich für Anfänger und Fortgeschrittene zusammengestellt habe.

Guten Appetit!

#staytrue

Madhavi

 

 

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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