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Lifestyle

Let’s talk about // Spiritualität auf dem Markplatz leben

6. May 2017
This post is also available in: English
Weihrauch

Immer wieder stolpere ich über Artikel in den Social Media Kanälen, bei denen es darum geht, möglichst rasch erfolgreich (und natürlich erleuchtet!) als Yogalehrer, spiritueller Blogger, Heiler oder Scharlatan zu werden. Am besten gleich das ganze Leben hinter sich lassen, Job kündigen, Partner entsorgen, Kinder ins Heim werfen. Dann möchte ich mich in den Kommentaren dazwischen schlängeln und schreien: „Kinder, seid doch nicht so dumm! Brecht nicht alles übers Knie!“ Aber ich denke es mir nur. Deshalb dieser Artikel.

Hier und Jetzt

Von Osho habe ich gelernt, wie wichtig es ist, das Leben auf dem Marktplatz zu führen. Lebendige Spiritualität zu kultivieren. Natürlich ist es schön, wenn wir uns in unseren Jobs wohlfühlen. Kein Beruf muss für ewig sein. Wir können wechseln, oft auch wählen. Yogalehrer, die aus der Ausbildung kommen, sind hoch motiviert, wollen steil hinauf (am liebsten das Cover eines Yoga Magazins zieren),  kündigen viel zu flink ihre Jobs und wundern sich, wenn plötzlich nichts mehr „Om Shanti“ ist.

Es ist gut, eine ordentliche Grundlage im Leben zu haben. Ja, wir können viel erreichen, wenn wir wollen, doch wir müssen auch klug handeln, und vor allem müssen wir nicht ständig die Zelte komplett abbrechen.

Kein Partner muss zurückgelassen werden, weil er sich immer noch Käse auf die Butterstulle schmiert, von Räucherstäbchen Panikattacken bekommt, oder keine Lust hat, mit uns im Nirvana zu schwimmen. Im Gegenteil, auf dem Marktplatz zu leben bedeutet, die Erfahrungen, die gemacht werden, im Alltag zu integrieren. Ein gutes Beispiel zu sein. Sich nicht allzu wichtig zu nehmen. Das ist die wahre Herausforderung!

Am Leben wachsen

Das Leben ist nicht immer rosig. Mit einer gesunden Einstellung, einem offenen Herzen und Meditation ist es machbar, in allem Erfüllung zu finden. Weglaufen ist nicht die beste Lösung, ich spreche aus Erfahrung. Reibung im Alltag lässt uns wachsen und gedeihen.

Wenn ihr also an einem Punkt seid, an dem ihr gerade euer Leben komplett verändern möchtet, alles loslassen wollt, nichts mehr Sinn macht, fragt euch, wie ihr das sachte und gescheit angehen könnt. Schritt für Schritt.

Vielleicht nehmt ihr euch aber auch einfach selbst den Druck und versucht, das Leben, das ihr jetzt lebt, mit offenen Armen zu begrüßen. Die Einstellung macht’s!

#thinksmart

Madhavi

© Maria Schiffer

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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