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Wie du deiner Intuition mehr Kraft verleihen kannst

21. February 2014

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Wann treffen wir schon mal eine Entscheidung, die voll und ganz unserer eigenen Intuition entspringt?

Als Kind haben wir es ununterbrochen getan: auf unsere innere Stimme gehört. Als wir älter wurden kamen die Stimmen der Eltern, der Lehrer und der Gesellschaft hinzu. Als Erwachsener ist es schwer herauszufinden, was eigentlich die eigene Stimme, die eigene Meinung ist.

Um nach Innen zu schauen, herauszufinden, was wir sind, was wir möchten und was uns eigentlich ausmacht, müssen wir durch eine Menge Lärm hindurchgehen. Wir sind total fremdgesteuert. Wir finden Dinge schön, weil wir vielleicht die beste Freundin damit in Verbindung bringen. Gehen unseren Träumen nicht nach, weil uns Sätze aus der Kindheit beeinflussen. Was möchten wir vom Leben und verdammt nochmal, warum packen wir es nicht an?

Ich habe neulich eine Aufgabe bekommen. Ich sollte die Eigenschaften meiner Eltern aufschreiben. Ihre Gewohnheiten. Und die dann mit meinen in Verbindung bringen. Ich war arg erstaunt, dass manche Gepflogenheiten nicht wirklich aus meiner Quelle entsprangen und ich sie schleunigst beiseite legen sollte. Nicht, weil sie schlecht sind. Sie gehören nur absolut nicht zu mir!

Die eigene Stimme wird unterdrückt.

Daran sind nicht die anderen Schuld. Nein, nein. Das ist ganz allein unsere eigene Entscheidung. Wir lassen die Sorgen und die Ängste unserer Eltern immer noch in unserem Kopf herumspringen und Sätze wie: „Kind, sei bloß vorsichtig, du bist doch so empfindlich“ oder „Du schaffst das sowieso nicht“ lähmen uns und hindern uns dabei, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Weil wir ihnen Raum geben. Es einfach erlauben. Was würden wir tun, wenn wir nicht dauernd die Gedanken der anderen denken würden? Wie wunderbar frei wären wir!

Könnten wir damit eigentlich umgehen? Freiheit macht Angst. Unangepasstheit schickt sich NULL. Wir bekommen nicht gesagt: „Kindchen, höre mal auf dein Bauchgefühl, auf dein Herz.“ Uns wird vorgebetet, wie wir zu sein haben, was wir anziehen sollen, welche Autos wir fahren müssen, und mit welchen Freunden wir uns am besten umgeben.

Dabei haben wir alle diese stille und feine Stimme in uns, die unerhört bleibt, wenn wir sie weiterhin unterdrücken. Doch bei all diesen vielen Stimmen, ist es gar nicht so leicht die eigene zu entdecken.

Unsere Gesellschaft mag es nicht, wenn wir unser eigenes Ding machen. Freigeister werden gemieden. Sie machen Angst. Weil sie uns zeigen, wie unfassbar eingesperrt wir sind. Sklaven der Gedanken und Stimmen anderer. Das Leben gleicht einer Tragödie, denn es wird nicht vollständig gelebt. Fremdbestimmt. Dabei merken wir es oft gar nicht.

Neulich erzählte mir eine Freundin von einer Situation, in der sie sich mit einer Bekannten furchtbar gestritten hatte. Als ich diese Bekannte wenig später zufällig traf, fand ich sie einfach entzückend, doch in meinem Kopf wurde mir vorgebetet: „Madhavi, du musst sie  hanswurstig finden, schließlich hat sie sich deiner Freundin gegenüber ätzend verhalten.“ Tja, da stand ich da und wusste nicht weiter.

Wie finden wir unsere eigene Stimme?

Zuerst muss der Lärm aufhören. Frieden, Stille und Gelassenheit etabliert werden. Da hilft Meditation. Meditation kann wie eine innere Rebellion gegen jede von außen aufgezwungene Idee sein. Denn sie lässt uns besser sehen. Wie schön auch andere Ideen sein mögen – kommen sie nicht aus unserer Quelle, sind sie recht unnütz.

Ein Trick, den ich anwende, (klappt natürlich nicht immer): ich frage mich bei jedem Gedanken, der zu einer Entscheidung führen soll, ob es mein eigener Gedanke ist. Wenn nicht, überprüfe ich, wo dieser Gedanke, die Stimme herkommt. Wenn ich die Quelle herausgefunden habe, bedanke ich mich innerlich bei der Person (aber auch nur, wenn ich es ehrlich meine!) und gehe meinen eigenen Gedanken nach. Ich führe keinen Kampf, wende mich lediglich liebevoll ab.

Es hat etwas mit Verantwortung zu tun. Wenn wir unsere eigenen Entscheidungen treffen, werden wir selbständiger und kraftvoller. Lösen uns aus einer imaginären Abhängigkeit. Es lebe die Freiheit!

 

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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