Instagram

Follow Me!

Mind Unkategorisiert

Tipps zum Ausmisten: Alles zuviel?

6. June 2013

Ausmisten

Ich bin im Wahn.

Ich habe mein Buch „Alles zuviel!“, das ich mir letztes Jahr zugelegt habe, wieder einmal hervorgekramt. Es geht in diesem Buch darum, wie man sein Leben wieder in „Ordnung“ bringt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Peter Walsh, der Autor, ist DER Aufräumspezialist in den USA. Er zeigt in seinem Buch, wie man sich von Dingen befreit, die einem zur (unbewußten) Last fallen. Er macht einen beeindruckend darauf aufmerksam, wie wir so ticken. Es ist ein ziemlich energetisches Buch.

Nach den ersten drei Seiten mußte ich dieses Buch geschwind beiseite legen, um mit dem Ausmisten zu beginnen. Ich gehöre zu den Menschen, die es nicht ertragen können, wenn sie zuviel besitzen.

Nun ist das mit Kindern jedoch nicht so leicht. Jeder hat so sein Spielzeug, Klamotten etc. Gestern Abend habe ich mich in die Kinderzimmer geschlichen (meine Kinder lagen in meinem Bett) , bepackt mit einem riesigen Müllsack, und habe meine Kinder vom Krimskrams befreit. Dann habe ich sämtliche Küchenschränke ausgeräumt und alles, was mir sinnlos erschien, nun ja, in den Müll verfrachtet. Ich hätte alles natürlich auch zu Oxfam bringen können. Ich wollte die Dinge dennoch schleunigst loswerden.

Heute ging es im Eiltempo weiter. Mein Schrank wurde ausgedünnt. Meine Facebookfreundesliste. Ich denke, jeder kennt dieses Gefühl von: es wird alles zuviel!
Wir leben in einer Gesellschafft, die uns ständig erzählen möchte, daß viel noch nicht genug ist. Wir verzetteln uns, haben keinen Raum zum Atmen. Können nicht klar denken. Sind total zerstreut. So geht es mir zumindest, wenn ich weiß, daß der Keller oder die Schränke bis zum Limit gefüllt sind, und meine Papiere auch mal wieder sortiert werden könnten.

Es gibt Dinge, da meine ich, daß ich sie irgendwann sicher noch einmal gebrauchen könnte. Ich weiß, die Zeit wird nie kommen. Sei nehmen einfach Platz weg und die Luft zum Atmen.

In seinem Buch erklärt Peter Walsh, warum Dinge, die sich bei uns angehäuft haben, nicht nur ein Ordnungsproblem sind, sondern unserem Lebensglück vollkommen im Wege stehen. Nun bin ich wieder mal total angefixt. Ich möchte meinen Lebensraum klarer und freier gestalten. Minimieren ist eine grossartige Sache! Wir haben so viel unnützes Zeugs.

Früher besaß ich schrecklich wenig. Ich habe es geliebt. Mein kleines Kommunenzimmerchen war mit einer Matratze, ein paar Büchern und einer Musikanlage ausgestattet. Das war´s. Es war fantastisch. Manchmal sehne ich mich sehr nach dieser Zeit zurück. Ein ZUVIEL kann einen auch emotional belasten.

Vorgestern entdeckte ich über eine Yogalehrerin einen ganz tollen Blog. Zero waste home. Von Bea Johnson. Sie zeigt dort, wie man das Leben wunderbar vereinfachen kann, indem man ganz bewußt den Schrott mal rauswirft. Sie hat ein Buch darüber geschrieben. Es trägt den gleichen Namen, wie ihr Blog.

Es gibt Menschen, die einen förmlich anstecken. Man muß einfach mitziehen. Wie frei ich mich fühle, wenn alles an Ort und Stelle steht. Mein Schrank nur halb gefüllt. Mein Schreibtisch frei von Briefen, die nicht gelesen werden. Leichtigkeit.

Ich habe eine Freundin, die läuft beruflich von einer Gala zur nächsten. Kauft ständig neue Kleidung. Sie sagt, daß man es einfach so macht. Warum eigentlich? Ist es nicht total charmant, wenn jemand sein Kleid auch zweimal trägt? Wir sollten unser Bewusstsein mal locker machen. Viel und ständig neu, bedeutet nicht gleich gut. Es macht Streß. Kostet Geld und Kraft. Wie wäre es denn, sich mal etwas auszuleihen, anstatt sich immer gleich alles anzuschaffen? Schau dir mal bewußt alle deine Räume an. Ist jeder so, wie du es gern hättest? Was ist zuviel? Befreie dich! Mach es einfach. Es fühlt sich so gut an.

Love & Rockets, Madhavi

Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
Madhavi Guemoes on EmailMadhavi Guemoes on FacebookMadhavi Guemoes on InstagramMadhavi Guemoes on PinterestMadhavi Guemoes on Twitter
Teilen
Twittern
WhatsApp
Pin
E-Mail
+1