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Let’s talk about // Warum ihr unbedingt Yogastunden im Ausland besuchen solltet

24. August 2017
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Yoga im Ausland

Ich liebe es, Yogaklassen im Ausland zu besuchen. Ich pfeife darauf, ob ich die Sprache verstehe oder nicht. Yoga wirkt auch so. Wenn nicht sogar mehr.

Neulich in Tel Aviv zum Beispiel. Meine Lieblingslehrerin im Ella Yoga Studio merkte sich sofort meinen Namen, was ich sehr sympatisch fand. Wahrscheinlich war das für sie ganz leicht, denn ich war diejenige, die ständig ungewollt aus der Reihe tanzte.

Dankbar war ich, wenn sie mit Sanskrit-Fetzen um sich warf, denn das verstehe auch ich – ein Segen. Nach ein paar Yogastunden konnte ich mir einige hebräische Worte gut einprägen. Einatmen und Ausatmen zum Beispiel, klingt wunderschön. Ach ja, Endentspannung auch, auf die wartete ich immer sehnlichst, denn in Tel Aviv ist schon die Level 1 Yogastunde eine stramme Angelegenheit, die es gilt zu überleben.

Yoga ist universell und doch überall so anders

Auf der Yoga Conference in Stockholm war ich bei einer Yogalehrerin, die ich super inspirierend fand. Da fällt mir ein, dass ich schon so lange nach ihrem Namen googeln wollte. Ich lauschte dem Klang ihrer Stimme, verstand nur Bahnhof, ließ mich tragen und hatte keine Minute Zeit, darüber nachzudenken, ob ich alles richtig machte.

In Warschau war es dann nicht mehr ganz so blumig. Ich saß hochkonzentriert beim Iyengar Yoga. Dieser Yoga-Stil ist eh schon dafür bekannt, keine Streichel-Zoo zu sein. Es war sehr faszinierend zu sehen, wie ernsthaft die Schüler bei der Sache waren.

Der Lehrer war erbarmungslos, auch mit mir schimpfte er arg. In seiner Sprache. Er sprach kein Wort Englisch, auch nutzte er kein Sanskrit. Es tat gut, sich wie ein elendiger Anfänger zu fühlen, das brachte ein bisschen Demut in die Praxis.

Einfach trauen, lohnt sich

Ich kann euch nur empfehlen, auf Reisen Yogastudios zu besuchen. Es ist völlig schnuppe, ob ihr die Sprache versteht. Ihr bekommt für euren Körper, Geist und eure gesamte Praxis eine völlig neue Erfahrung. Da passiert etwas Tiefes. Ein Einlassen auf etwas Unbekanntes. Höchste Konzentration. Wachheit. Außerdem ist es unglaublich spannend zu sehen, wie Yoga in der Ferne funktioniert. Also, keine Scheu!

#studyyourself

Madhavi

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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