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Allgemein Yoga

Yoga Conference Barcelona – Ich verstehe nur Karla Kolumna

10. Juli 2014
Yoga Conference

Oh, Barcelona – was bist du für eine wilde, entzückende Stadt. Ich war außer Rand und Band. Habe meinen nicht vorhandenen spanischen Wortschatz aufgefrischt: „Sangria, Mojito und Karla Kolumna.“ (darauf werde ich später noch eingehen), mir jeden Tag ein Tattoo stechen lassen (gut, das ist ein wenig übertrieben) und die Glocken läuten hören. Aber von vorn…..

Yoga Conferencemit Helen Meyer und Steffi Bittner

Wenn man weder die Sprache spricht, noch versteht, macht man sich nicht ganz so gut in Barcelona. Zumindest nicht am Flughafen. Ich kam mit meinem Englisch nicht zum Terminal 1, wo nämlich meine Mädels (alles Yogalehrerinnen) gelandet waren. (der befand sich tatsächlich 15 Minuten mit dem Bus von Terminal 2 entfernt) Keiner konnte mir helfen, nirgends war etwas ausgeschildert – auch bei meinem Französisch erntete ich nur ungläubige Blicke. Ich hatte kurzzeitig Panik, schaffte es dann aber doch, alle Mädels aufzugabeln und unsere gemütliche Wohnung in der Innenstadt zu beziehen.

Yoga Conference

Der Wind wehte, die Sonne kitzelte unsere Haut und es war wohlig warm. In Barcelona stank es wie auf Sankt Pauli im Hochsommer – ich mag das irgendwie. Die Menschen waren sehr freundlich, besonders unser Kellner im besten vegetarischen Restaurant Barcelonas, das Vegetalia. Wir tauften ihn, nachdem wir dort jede Mahlzeit zu uns nahmen, liebevoll Rodriguez. Neben dem Restaurant lag ein Tattoo-Studio und wir ließen uns heiter zwei Tattoos stechen. Crazy!

Yoga Conference

Yoga Conference

Wir besuchten erst Freitag die Yoga Conference, die auf einem netten Open-Air Gelände stattfand. Schon auf dem Hinweg trafen wir überall auf gut gelaunte Yogis. Es roch nach Räucherstäbchen. Neben bodenständigen Yoga-Fans gab es auch eine Menge Leute, die in Goa-Höschen, Glöckchen ums Fußgelenk und leicht bekifften Blick herumschwirrten. Meine erste Yogaklasse fand bei Keith Borden, einem warmherzigen kleinen Amerikaner mit einer ausgeprägten Liebe für Armbalancen, statt. Als Keith am Ende der Yogaklasse zu singen anfing, katapultierte er mich für einen Augenblick ins Nirvana. Unglaublich!

Yoga Conference

Danach ein bisschen Kirtan, doch so richtig in „Hare Krishna“ Stimmung kam ich nicht. Wie ich ja schon häufiger erwähnt habe: Zu viele Yogis auf einem Haufen ertrage ich nicht immer. Da riet mir auch noch eine drahtige, klugscheissende Yogini – nachdem ich fluchend versuchte aus meiner vollgeschwitzten Lululemon Büx herauszukommen – in einer sehr sanften Stimme: „Denke daran, du hast Zeit. Manchmal hilft es, einen weiteren Atemzug zu nehmen, dann klappt alles.“ Aha.

Yoga Conference

Die Yogaklasse von Jeff Fisher war zu viel für mich. Er erzählte von seiner Krebserkrankung – ich war erschrocken und hoffte es würde vielleicht eine entspannte, fliessende Yogapraxis folgen. Leider nicht. Ich war total überfordert mit dem Sequencing der Stunde. Wir begannen mit Parvakonasana, zwischendurch gab es einen Handstand aus der Krähe und nach 40 Minuten verliess ich heimlich auf allen Vieren die Yogastunde.

Yoga Conference

Yoga Conference

Yoga Conference

Samstag mussten wir eine Pause machen. Wir brauchten Strand, Bier und Sonnenbrand. Zu dumm nur, dass ich mein neues Tattoo ganz jungfräulich in die Sonne hielt und mich wunderte, dass es nach ein paar Stunden Blasen warf. Überall riefen die Leute Mojito, Sangria und etwas, was ich nicht verstand. Ich fragte mich, ob ich so ein Teufelszeug mal probieren soll, ließ es dann aber doch.

Yoga Conference

Yoga Conference

Wir erkundeten die Gassen Barcelonas. Na gut: Wir gingen shoppen. Ich habe mich ganz artig an mein Vorhaben, nichts zu kaufen, gehalten. Außer Hut und Badeklamotte. (ich hatte meinen Bikini nämlich vergessen) Was für ein gutes Gefühl, einfach nur mitzugehen und das Geld emsig in meiner schicken Mat & Nat Börse zu lassen.

Yoga Conference

Yoga Conference

Yoga Conference

Am Sonntag ging es zurück zur Yoga Conference. Ich nahm an meiner ersten Yin Yogaklasse bei der aparten Miriam Wagner teil und schlief währenddessen tatsächlich ein. Danach fühlte ich mich, als hätte ich drei Wochen auf den Malediven verbracht. Sie sagte so kluge Sätze wie: „Be friendly with yourself“ oder „Let go of what is not serving you.“ Eine beeindruckende, tolle Frau!


Yoga ConferenceDanach machte noch ein hübsches Interview mit ihr und fraß mich durch die Essensstände, die mit leckerer Rohkost und veganen Leckereien versehen waren. Die „dynamische“ (haha!) Yogaklasse von einem spanischen Yogalehrer, dessen Namen ich recht schnell wieder aus meinem Gehirn verbannt hatte, habe ich auch frühzeitig verlassen, weil wir die ganze Zeit nur am Boden lagen.

Außerdem übersetzte er immer alles auf Englisch, dann auf Spanisch und umgekehrt. Ziemlich zeitaufwendig. Er sagte ständig „Karla Kolumna„, was bei mir zu Lachkrämpfen führte, und ich doch gern wüsste, was die deutsche Übersetzung dafür ist.

Ich traf zu guter Letzt den Ashtanga Yoga Punk Danny Paradise, der in seiner Yogaklasse eine geschlagene Stunde über Schamanismus philosophierte – und danach seine Schüler mit seiner Show malträtierte, indem er vom Handstand in verschiedene Variationen hoppelte. Trotzdem ein sehr sympathisches Kerlchen, der in den 70ern sicher sehr viel Spaß hatte.

Yoga Conference

Fazit: Eine nette Yoga Conference, mit viel Liebe, Gesang und jeder Menge Hippies. Und ja: Barcelona ist verdammt  noch mal eine Reise wert! Den Rückflug überlebte ich übrigens mit einer Flasche Rotwein. Hilft sensationell, wenn man sonst fast nie Alkohol trinkt 🙂

Titelbild: www.wari.cat

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