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Interviews

Yoga und Coaching mit Stefanie Bittner

23. September 2014
Yoga und Coaching

Die Yogalehrerin und Moderatorin Stefanie Bittner vereint Yoga und Coaching – und das macht sie tadellos. Sie kann unfassbar gut zuhören, ist eine Seele von Mensch und geht ganz klar und ehrlich auf ihre Klienten ein.

 

Sie unterrichtet in der Yogibar in Berlin-Friedrichshain unter anderem Männeryoga und ist eine der wenigen Menschen in meinem Umfeld, die wirklich jeden Morgen um 5 Uhr (tüchtig!) ihrer Yogapraxis nachgeht. Ich traf sie zum Gespräch…

 

Steffi, erzähl uns ein wenig von dir.

Ich bin Dipl. Pädagogin, Moderatorin, Yogalehrerin und systemischer Coach und genau das beschreibt mich ganz gut. Das Leben ist für mich bunt und es gibt so viel zu entdecken, zu erleben, zu tun. Man kann mich als Energiebündel bezeichnen, welches ansteckend, aber auch nervig sein kann. Zum Glück habe ich Yoga vor vielen Jahren für mich entdeckt, so dass ich meine Unruhe besser zügeln kann und immer mehr zur Ruhe komme.

Du bietest Yoga und Coaching an. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Yoga ist den meisten Leuten ein Begriff, obwohl sich die Sicht darauf in den letzten Jahren auch verändert hat. Das Image ist weniger angestaubt und Yoga ist aus der esoterischen Ecke herausgekommen und „salonfähig“ geworden. Der Begriff Coaching ist häufig schwammig. Am ehesten wird er mit dem Sportbereich verbunden, wird aber immer inflationärer verwendet. Mein Ziel besteht aus einer Zusammenführung von systemischem Coaching und Yoga. Im Coaching wie im Yoga geht man davon aus, dass die Lösung in der Person liegt, wir also alles in uns tragen, was wir brauchen. Es bedarf nur manchmal Zeit und Hilfe es aufzuspüren und aufzudecken. In beidem geht es um Persönlichkeitsentwicklung, um eine Innenschau.

Welchen Ansatz vertrittst du?

Coaching kann meiner Meinung nach dabei helfen, das eigene Leben und die persönlichen Beziehungen zu gestalten. Daher traf ich 2012 die Entscheidung meine bisherigen Erfahrungen zu nutzen und den Weg in Richtung Coaching einzuschlagen. Als Coach möchte ich Menschen dazu befähigen, ihre Entwicklung selber in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Als Coach verstehe ich mich als motivierender, ermutigender und stärkender Wegbegleiter und arbeite mit der Annahme des Konstruktivismus. Das heißt, dass sich der Mensch eine individuelle Repräsentation der Welt schafft. Coaching ist dabei ein aktiver Veränderungsprozess, der die Möglichkeit bietet neue Perspektiven einzunehmen und klare Prioritäten zu setzen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Ziel des Coachings ist es, die eigenen Potentiale zu entdecken und die persönlichen Ressourcen zu aktivieren. Als systemischer Coach schaue ich dabei nicht nur auf den Einzelnen, sondern behalte immer das ganze System, also das Lebensumfeld und seine Wechselwirkungen im Blick.

Yoga und Coaching

Viele Menschen könnten jetzt denken: „Wenn ich doch schon Yoga mache, wozu brauche ich dann auch noch Coaching? Ist damit nicht alles abgedeckt?“

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Zumal ich glaube, dass beides ineinanderfließt und die Grenze nicht so deutlich zu ziehen ist. Beides zielt meiner Meinung nach auf eine Persönlichkeitsentwicklung ab. Dabei soll es jedoch nicht darum gehen besser zu werden oder zu optimieren, sondern mehr zu sich selbst zu finden. Besonders in Lebensphasen die unruhig und instabil sind, bedarf es Unterstützung. Hier kann Coaching ansetzen. Die regelmäßige Yogapraxis schafft eine sehr gute Basis, das Leben besser zu meistern, sich zu erden und mental zu stärken. Aber das kennst du sicher auch…trotz konsequenter Yogapraxis gibt es Situationen in den du das Gefühl hast nicht weiter zu wissen, die Dinge wachsen dir über den Kopf oder du kannst dich nicht entscheiden.

In diesen Phasen kann Coaching helfen und unterstützen! Ein Coach kann durch geeignete Methoden und durch gezielte Fragestellung Licht ins Dunkel bringen. Ein geführter Prozess (das kann eine Coachingsitzung sein oder auch ein bestimmter Zeitraum mit mehreren Sitzungen) kann Ordnung in das Chaos bringen. In meinem Ansatz nutze ich die positiven Wirkungen von Yoga, um den Prozess zu unterstützen. Es fließen also Asanas, Pranayama und auch Meditation in das Coaching ein, um dem Ziel des Klienten näher zu kommen. Die Entscheidung, in welchem Rahmen dies geschieht, kommt ganz individuell auf den Klienten und den Coachingverlauf an.

Klingt spannend. Wie war eigentlich deine allererste Yogastunde?

Haaaaa, es war auf jeden Fall keine Liebe auf den ersten Blick. Ich bin im Fitnessstudio in einer Kundalini Yogastunde gelandet und wollte eigentlich nur flüchten. Als „Sportler“ sollte ich singen… es war mir wirklich ungeheuer. Danach habe ich mich eine Weile nicht mit Yoga beschäftigt, obwohl ich das Gefühl hatte, dass es mich bereichern wird.

Zum Glück bin ich dann in einer klassischen Sivananda Stunde gelandet und einige Jahre später habe ich in dieser Tradition auch meine erste Ausbildung gemacht.

Warum unterrichtest du Yoga? Was motiviert dich?

Rückblickend hat Yoga so viel Positives in mein Leben gebracht. Das alles aufzuzählen sprengt den Rahmen. Dennoch möchte ich das viel bessere Körpergefühl, die innere Ruhe und die bessere Selbsterkenntnis erwähnen. Meine Yogapraxis bereichert mich von Tag zu Tag mehr und das möchte ich weitergeben. Es geht nicht darum meinen Yogaschülern etwas bestimmtes zu vermitteln, sondern das jeder für sich findet, was Yoga ihm oder ihr bringt. Ich möchte eine Plattform bieten, auf der jeder diese Reise Yoga für sich entdeckt. Wir sind alle so individuell, unsere Leben so verschieden, so dass jeder für sich Yoga wirken, sich davon überzeugen und mitreißen lassen kann.

Ich mag kein Dogma! Weder in der Praxis, noch im Lebensstil. Auf der einen Seite glaube ich jeder findet seinen Zugang zum Yoga für sich selbst und auf der anderen Seite, bin ich mir sicher, dass bestimmte Dinge irgendwann passieren, egal ob die Yogaschüler dies bewusst erreichen wollen. Mit der Yogapraxis lernt jeder ein stückweit mehr bewusster zu werden und mit sich und seinem Körper liebevoller umzugehen und der Rest folgt.

Yoga und Coaching

 

Du bist auch Moderatorin, inwieweit hilft es dir als Yogalehrerin?

Ja, ich moderiere seit vielen Jahren und es unterstütz mich tatsächlich in meinen Kursen. Auf der einen Seite ist die Nervosität egal, ob in Kursen, Workshops oder auf einem Retreat nicht so wahnsinnig groß, da ich es gewohnt bin vor Menschen zu sprechen. Auf der anderen Seite mag ich es meine Stimme einzusetzen, mit den Höhen und Tiefen und der Lautstärke zu spielen und somit die unterschiedlichen Yogasequenzen und Prozesse zu unterstützen. Ich spreche auch tatsächlich viel in meinen Stunden und versuche somit verschiedene Wahrnehmungen anzusprechen.

Dazu kommt aber auch, dass mir Yoga unglaublich in meiner Tätigkeit als Moderatorin hilft! Ich bin viel entspannter geworden und vertraue mir viel mehr!

Du unterrichtest auch Männeryoga. Gibt es Hahnenkämpfe?

Gute Frage! Genau damit hatte ich mich am Anfang auch auseinandergesetzt. Was glaubst du? Es ist tatsächlich eine super entspannte Yoga-Stunde. Das macht die Männeryogastunde aus, dass der Wettkampfgedanke, der Vergleich mit anderen in den Hintergrund treten darf, die Männer entspannen können und mal raus kommen aus dieser doch sehr präsenten Spirale das Vergleichens.

Warum sollten Männer Yoga machen?

Der Körper und die Muskulatur werden auf sanfte und kraftvolle Weise gefordert. Bei Männern sind bestimmte Muskeln häufig verkürzt und diese werden durch Yoga gedehnt. Außerdem werden Sehnen und Bänder gestärkt und der Gleichgewichtssinn trainiert. Und nicht zu vergessen…Entspannungsübungen und Meditation bieten den perfekten Ausgleich zum hektischen Alltag. Nicht ohne Grund ist Yoga ein Bestandteil des Trainings der Deutschen Fußballnationalmannschaft und der Erfolg lässt sich auch sehen!

Du bist sehr aktiv. Was machst du außer Yoga noch in deiner Freizeit?

Ich mag die Bewegung. Ich bin, neben meiner Yogapraxis, gerne sportlich aktiv…Ich klettere, surfe, fahre Rad, snowboarde und probiere gerne aus, was mir so vor die Füße fällt. Außerdem reise ich für mein Leben gerne und versuche meine sportlichen Aktivitäten mit dem Reisen zu verbinden. Ich bin durch meine Jobs und meine Reiselust viel unterwegs. Daher wird es für mich immer wichtiger meine Familie und meine Freunde um mich zu haben, das bildet die Basis, meine zu Hause. Dazu liebe ich gutes und gesundes Essen und koche unglaublich gerne.

Wer oder was inspiriert dich?

Hier könnte ich viele große Namen nennen. Was mich aber immer wieder täglich inspiriert sind Menschen, die durch kleine Dinge das Leben verändern. Die durch selbstloses Handeln das Leben anderer verbessern, die mit kleinen Gesten den Alltag anderer schöner machen… Häufig sind es doch die kleinen Dinge in unserem Umfeld, die Großes bewegen können.

Die Gewinner wurden per Mail benachrichtigt!!!

Wir verlosen drei Einzelcoachings à 60 Minuten. Wenn du eine Einzelstunde Yoga und Coaching gewinnen möchtest, schreibe hier oder bei Facebook einen Kommentar. Am 29.9 ziehen wir drei Gewinner. Viel Glück! P.S Natürlich ohne Gewähr!

Mehr zu Yoga und Coaching mit Stefanie Bittner findest du hier oder bei FB.

 

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