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Zentangle – Meditativer Stressabbau

8. Juli 2015
Zentangle

Ich habe eine neue Passion. Zentangle. Ja, das etwas schräge Wort wird tatsächlich von Zen abgeleitet. Ich kritzle täglich kleine Zettelchen voll, das macht mich richtig froh. Das ist Wellness mit Stift und Papier, purer Stressabbau. Ich kann dabei so richtig gut abschalten, wer hätte das gedacht?

Was ist Zentangle?

Ein Zentangle ist eine Miniaturform abstrakter Kunst. Es ist eine Kombination von Zen (hierbei ist der meditative Aspekt gemeint) und Tangle (Wirrwarr). Es ist eine Art Stressabbau , ein meditatives und entspannendes Schaffen, das den Geist beruhigt und unseren gesamten Organismus entschleunigt. Das Schöne beim Zentangle ist, dass es kein Ziel gibt. Man zeichnet einfach los, lässt sich von den eigenen Mustern mitreißen und schafft entspannt ein kleines Kunstwerk. Es gibt verschiedene Techniken, die man anwenden kann. Generell lässt man seiner Fantasie freien Lauf. Durch Zentangle kommt man in einen Glückszustand, den man gar nicht so wirklich beschreiben kann. Es macht süchtig!

Zentangle ist wie Meditation

In allen Meditationsformen versucht man, den Geist zu beruhigen, Raum zwischen den Gedanken zu kreieren. Zentangle ist eine Art meditative Kunstform. In den USA gilt es bereits als eine erfolgreiche Therapiemethode gegen Burnout, Depression, Angstzustände und Schlaflosigkeit.

Woher kommt es?

Entwickelt wurde Zentangle in den USA von Rick Roberts, einem ehemaligen Mönch, der lange in Indien gelebt hat, und der Künstlerin Maria Thomas, die sich schon vor Zentangle als Illustratorin und Kalligraphin einen Namen gemacht hat.

Zentangles sehen flott aus und jedes Werk ist einzigartig. Die ineinander übergehenden Muster ergeben ein faszinierendes, manchmal überraschendes Gesamtkunstwerk – mit einer ganz besonderen Ausstrahlung. Es macht total viel Spaß, neue Muster auszuprobieren und zu schauen, was daraus entsteht.

Jeder kann Zentangles machen. Jeder Mensch trägt eine grenzenlose Kreativität in sich. Viele wissen es nur nicht! Die Entschleunigung beim Malen ist enorm.

Was braucht man zum Tanglen?

Eigentlich braucht man nur ein Blatt Papier, einen Bleistift (Härtegrad 2B) und 1-2 Fineliner. Wer sich näher mit dem Zentangle beschäftigt, der malt auf sogenannten Zentangle-Kacheln (so heißt das Papier), die 9 x 9 Zentimeter groß sind. Sie haben eine leicht raue Oberfläche und abgerundete Kanten. Das Papier ist dick, steif und stabil. Es gibt die Kacheln in weiß, braun und schwarz.

Ich kann nur empfehlen, gleich mit den hochwertigen Kacheln anzufangen. Man findet sie in gut sortierten Künstlergeschäften oder hier. Als Fineliner eignen sich die Pigma Micron in der Stärke 01 und 08. Der eine Stift ist zum Linien zeichnen, der andere zum Ausmalen. Es gibt noch etliche andere Materialien, aber zum Anfang reicht das erst einmal.

Es gibt zwei Bücher, die ich sehr empfehlen kann. Einmal Freude mit Zentanglen (Einsteigerkurs) und 1 x täglich Zentangle (6-Wochen-Kur für kreatives Zeichnen).

In Berlin findet am 22. August ein Zentangle-Kurs statt, mit der einzigen zertifizierten Zentangle Lehrerin Berlins.

Zentangle regt die Kreativität an, schärft ungemein die Sinne und eröffnet neue Wege, sich zu verwirklichen – und in unruhigen Zeiten in die Stille zu tauchen. Probiert es mal aus!

Madhavi Guemoes

Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga – was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.


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