Lifestyle

Soul Board – Das etwas andere Vision Board

12. Februar 2018
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Mein erstes Vision Board bestand aus Bildern von Biene Maja und Willi, daran erinnere ich mich haargenau. Weniger ist mir in Erinnerung geblieben, warum sie dort klebten. Vielleicht wünschte ich mir uneingeschränkte Fernseherlaubnis, wer weiß.

Jedes Jahr kreiere ich ein paar Vision Boards, die ich viel lieber Soul Boards nenne, denn das kreiert in mir ein wärmeres Gefühl ums Herz. Ungefähr jedes Quartal erneuere ich mein Soul Board, ich habe daran sehr viel Freude und es hilft mir, zu überprüfen, wie ich mich gerade entwickle.

Was für mich ein Vision Board transportieren sollte

Es ist schon recht spannend, wie am Anfang des Jahres viele emsig ihre neuen Vorsätze versuchen in die Tat umzusetzen und nach 2-3 Wochen schon die Flinte ins Korn werfen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass unliebsame Gewohnheiten, die man jahrelang gepflegt hat, sich kaum innerhalb eines Atemzuges in Luft auflösen.

Auch ist es nicht ganz so einfach, neue Gewohnheiten zu manifestieren. Es wirkt die ersten paar Tage vielleicht so, weil dieser kurzzeitige Enthusiasmus herrscht, doch letztendlich lässt sich Neues nur mit einem langen Atem und einem wirklichen WARUM manifestieren.

Es ist äußerst klug zu hinterfragen, warum man etwas möchte. Wenn der Grund zu lasch ist, wird es nicht lange dauern, bis der gute Vorsatz sich wieder in nichts auflöst.

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Ein Soul Board soll für mich ein oder mehrere Gefühle transportieren, die ich mit meinem Vorhaben in Verbindung bringe. Was verbinde ich mit meinem Vorsatz, welches Gefühl löst es in mir aus?

Schaut man auf das eigene Soul Board, so bekommt man direkt dieses Gefühl geliefert und nicht nur den Stress, den ein Ziel manchmal so auslösen kann. Einem Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit, Wohlstand, Gesundheit, Liebe gibt man viel eher eine Chance, oder?

So kreierst du ein Soul Board

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  1. Für dein Vision Board mit einer ordentlichen Portion Gefühl besorgst du dir zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. Frage auch Freunde und Nachbarn, ob sie welche zu verschenken haben. Dazu ein dickes Papier, das eine stattliche Größe hat. Ich habe meine dünne Pappe bei McPaper bekommen. Eine Schere und Klebe brauchst du auch.
  2. Schreibe dir im Vorwege deine Wünsche für die nächsten Monate auf. Wie möchtest du leben? Wie möchtest du dich dabei fühlen? Was brauchst du dafür? Dann frage dich, warum du das möchtest. Dein Warum sollte dir Gänsehaut bereiten. Traue dich, über alle Dimensionen zu wachsen und zu denken.
  3. Lege deine Lieblingsmusik auf, die ein wohliges Gefühl in dir auslöst.
  4. Nimm dir fünf Minuten Zeit, einfach nur auf das weiße (oder welche Farbe deine Unterlage hat) Papier zu starren. Lasse die Leere auf dich wirken.
  5. Blättere danach in Ruhe in deinen Zeitschriften und reiße oder schneide alles aus, das dein Gefühl für 2018 transportiert und deine Vorhaben unterstützt. Arbeite ganz intuitiv. Die Bilder müssen überhaupt nichts mit deinen Zielen und Wünschen zu tun haben, sondern nur das Gefühl, das das Bild in dir auslöst für dich übermitteln. Ich reiße am liebsten die Bilder, ich arbeite nur wenig mit der Schere.
  6. Denke daran, dass es dein Vision Board ist! Du machst es für dich und niemanden sonst. Sei authentisch.
  7. Hast du alle Bilder zusammen, lege diese erst einmal auf das Papier und arrangiere alles, sodass es dir gefällt.
  8. Wenn du damit fertig bist, fotografierst du das Arrangement mit deinem Telefon (oder was auch immer), damit du weißt, wie die Bilder alle liegen sollen. Nun fängst du an, alles auf das Papier zu kleben. Am besten lässt du es danach einmal durchtrocknen und hängst es dir an die Wand, dorthin, wo du dich am meisten aufhältst, damit du immer wieder an die Gefühle und dein Warum erinnert wirst. Und dranbleibst!

Viel Freude beim Basteln! Das Titelbild habe ich dir als Handy-Hintergrund kreiert. Du kannst es dir herunterladen.

Deine Madhavi

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Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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