Lifestyle

Soulspiration // Kreiere dir zuhause dein eigenes Osterretreat

28. März 2018
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Letzte Woche hatte ich vom Winter gehörig die Schnauze voll. Jede einzelne Zelle meines Körpers kreischte nach Sonnenlicht und Wärme, meine Gelenke waren wie eingefroren. In meinem Kopf träumte ich von Palmen, Sonne und hellen Sandstränden. Da ich aber nicht in die Ferne reisen konnte, wurde ich erfinderisch. Ich kreierte mir einfach ein Wochenende lang mein ganz eigenes Retreat zuhause, um meinen Energiehaushalt aufzuladen.

Es tat mir unglaublich gut, so dass ich mich entschlossen habe, mindestens zwei Ostertage wieder so zu verbringen. Ich habe mir meinen eigenen kleinen Ashram gebaut. Da in meiner Familie jede Person ein eigenes Zimmer besitzt (ja, mein Mann und ich schlafen getrennt, ich kann es nur empfehlen!), ist es natürlich einfacher, sich zurückzuziehen. Ich würde sagen, dass ich am Montag aussah wie neugeboren, ich fühlte mich klar, frisch und total erholt.

Ich möchte dir verraten, was ich an dem Wochenende gemacht habe, vielleicht hast du ja Lust, Ostern (oder zu einem anderen Zeitpunkt) ein Retreat in deinen eigenen vier Wänden zu gestalten.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Zuerst erzählte ich meiner Familie, dass ich mich gern am Wochenende ein wenig zurückziehen würde, damit sie sich darauf einstellen können. Mein Mann hatte vollstes Verständnis, denn die Kinder haben gerade Ferien und er wusste, dass ich die kommende Woche mit ihnen allein verbringen würde.

Ich kann sehr gut für mich sorgen und habe nie Angst, Raum für mich zu nehmen. Das ist für mich als Mutter und als viel arbeitender Mensch sehr wichtig. Dafür muss ich auch nicht immer in die Ferne, das geht auch sehr gut in der eigenen Bude.

Ich lud dann aber doch meine Kinder und auch meinen Mann ein, an meinem Projekt teilzunehmen. Mein Sohn machte ein bisschen mit, da er gerade die gleiche Kundalini Yoga Kriya macht wie ich.

Mein Ablauf

Ich plante nicht alles durch. Mein Alltag ist schon immer so arg durchgetaktet, dass es eher kontraproduktiv gewesen wäre. Aber ich habe einen groben Rahmen geschaffen. Zuerst habe ich mein Telefon nicht mehr beachtet und war für niemanden erreichbar.

Auch Social Media kehrte ich den Rücken zu, das versuche ich auch im Alltag immer öfter so zu halten. Ich spüre, wie gut es mir tut, wenn ich nicht ständig Eindrücke von der Außenwelt erhalte und meine Energie nutze, um meine Dinge zu erledigen.

Dann habe ich mir ein Buch herausgesucht, das ich schon seit langem lesen wollte. Lesen hilft mir enorm beim Entschleunigen. Dazu gab es noch drei ätherische Öle, die mich am Wochenende begleiten sollten: Bergamotte für die Heiterkeit, Weihrauch für die Innenkehr und Salbei für einen Perspektivwechsel.

Freitagabend habe ich mich dann sehr früh ins Bett begeben, da ich mein Retreat zeitig beginnen wollte. Ich liebe es, früh aufzustehen, es gibt mir das Gefühl, den Tag mehr in der Hand zu haben. Ich fühle mich auch wohler und frischer, wenn ich vor 6 Uhr aufstehe.

Der Wecker klingelte am Samstag und Sonntag um 5 Uhr, ein wenig später als sonst. Ich denke morgens nicht so viel nach, sondern handele sofort. Also raus aus den Federn und unter die kalte Dusche. Das hört sich immer brutal an, ist es im Winter manchmal auch, doch danach fühle ich mich immer wie neu!

Seit Jahren benutze ich vor dem Duschen diese Körperbürste, sie ist fantastisch, weil der ganze Körper danach von alter Haut befreit, sehr warm und gut durchblutet wird. Ein paar Tropfen Pfefferminzöl in die Dusche geben für einen knallfrischen und wachmachenden Effekt im Badezimmer, das kalte Wasser anwerfen und ab geht’s.

Nach der Dusche habe ich mich meiner Kriya, die ich hundert Tage ausführe, gewidmet und meditiert. Ich übe Yoga meist online für mich allein. Ich kann euch die Online-Plattformen der Kundalini Yogalehrer Guru Jagat und Jai Dev Singh sehr empfehlen. Bei Jai Dev gibt es seit gestern eine neue 40-Tage Challenge.

Zum Frühstück gab es grünen Saft, einen Kukicha Latte (Kukicha Tee mit schön aufgeschäumter Milch, gesüßt mit Reissirup) und ein köstliches Porridge. Im Anschluss gab es eine einstündige Gehmeditation. Ich liebe es, spazieren zu gehen.

Gegen 10 Uhr war ich bereit für eine ausgedehnte Kundalini Yogaklasse mit Jai Dev. Danach las ich ein wenig, aß mein Mittagessen und ließ meine Seele baumeln. Um 16 Uhr war Zeit für die nächste Kundalini Yoga Einheit. Dieses Mal mit Guru Jagat auf Rama.tv. Auf ihrem Portal findet man auch kostenlose Videos und einmal die Woche gibt es eine kostenlose Liveschaltung.

Nach zwei Yogaeinheiten, Kriya, Meditation, gutem Essen, einem inspirierenden Buch, Spaziergang und schönen Klängen von Hope Sandoval war ich bereit für ein schönes Schaumbad. Dafür habe ich mir ein eigenes Badesalz gemischt: Eine Tasse Meersalz, 10 Tropfen Bergamotte, einen Tropfen Trägeröl, 1/2 Teelöffel Backpulver.

Am frühen Sonntagabend fing ich außerdem die 3. Staffel von The Path an, großartig! Das Licht ging wieder früh  aus und Montagmorgen war ich wie NEU.

Ja, der Ablauf war an beiden Tagen mit den spirituellen Übungen gleich. Auch habe ich an beiden Tagen ein Bad genommen, das mache ich sonst eher selten. So gut für das Gemüt! Das Abendessen habe ich am Wochenende weggelassen, dafür zum Mittag recht großzügig eine Suppe und ein ausgedehntes makrobiotisches Gericht gefuttert.

Ich kann dir auch eine Schlafkur sehr empfehlen, wenn ein Home-Retreat für dich gerade nicht passt. Es tut so gut!

P.S. Solltest du lieber Interesse an einem Retreat außerhalb deiner vier Wände haben, gibt es nächste Woche eine tolle Auswahl für dich!

#happyeaster

Madhavi

© Maria Schiffer

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Madhavi Guemoes
Madhavi Guemoes dachte mit 15, dass sie das Leben vollständig verstanden habe, um 25 Jahre später zu erkennen, dass dies unmöglich ist. Sie arbeitet als freie Autorin und Vollzeit-Bloggerin in Berlin und ist Mutter von zwei Kindern. Wenn sie nicht in die Tasten haut, versucht sie auf dem Kopf zu stehen. Madhavi praktiziert seit mehr als 25 Jahren Yoga - was aber in Wirklichkeit nichts zu bedeuten hat.
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